Mittwoch, 28. Oktober 2009

Leben im Suchtturm

Mit Metaphern ist das immer so eine Sache...

Sie sind ein bildhafter Vergleich für etwas und
können sehr hilfreich sein, bei dem Versuch, eine Sache
oder eine Situation besser begreiflich zu machen,
sie leichter zu verstehen.

Die Metapher "Suchtturm" erscheint mir sehr treffend.
Er steht für das Gebäude, in dem der Süchtige mit seinen
Angehörigen lebt.

Betrachten wir den Suchtturm genauer:

Ganz oben lebt der Süchtige.
Er beherrscht mit seiner Krankheit das ganze Gebäude.

Alle, die "unter" ihm leben, wird der Zugang nach oben
verwehrt, deshalb verlieren sie im Laufe der Zeit
den Überblick, kommen nicht mehr ans Licht des Lebens.
Sie leben im Halbschatten unter der "Fuchtel"
des Alkoholabhängigen, der "seine" Familie
sehr oft für sich und seine Bedürfnisse einspannt.

Sehr oft herrscht seelische Abhängigkeit vom "Süchtigen".
Die Angehörigen verlieren jeden Sinn für das reale Leben
draussen. Sie leben im Dienste ihres Alkoholkranken und
tun alles, um ihn zufrieden zu stellen in der Hoffnung,
irgendwann wieder "Luft" zu kriegen.

Diese Metapher ist nicht übertrieben!
Sie entspricht leider sehr oft der realen Situation
in Sucht-Familien.

Einen Vorteil haben jedoch die Angehörigen, die
im Suchtturm leben:

Sie sind näher beim Ausgang!

Nur, leider laufen sie immer wieder daran vorbei
und erkennen nicht den im Grunde so einfachen Ausweg!

Verlasse den Turm der Sucht und kehre zurück ins Leben!
Nimm alle mit, die Turm mit dir gelebt haben.

Lasse aber den Süchtigen zurück.

Warum?

Sehr bald wird er erkennen, dass es für ihn auch nur
diesen einen Ausweg gibt - heraus aus der Sucht
mithilfe der Welt dort draussen.

Denn auch er hat den Überblick über sein Leben verloren
und benötigt dringend Hilfe.

Doch so lange du für ihn alle Verrichtungen des Lebens
erledigst, hat er keine Veranlassung, etwas zu ändern.

Gib du den Anstoß und verlasse den Turm -
Der Ausgang ist so nah!


Eure Marie-Therese

Dienstag, 20. Oktober 2009

Das nervt mich!


Quelle: Pixelio - Fotograf Antje Schröter

Das hört jeder immer wieder mal...
Jeder ist immer öfter mal genervt - von Menschen, Situationen...
Nerven - was sind das eigentlich?
Ich stelle mir dabei feine dünne Leitbahnen in meinem Körper vor,
die von ebensolch feiner Elektrizität durchströmt werden...

Ab und zu herrscht Überspannung, Hochspannung!

Kurzschluß!

Mir kommt es so vor, als laufe jeder von uns in einer Art Tunnel durchs Leben.
So, als gäbe es die anderen gar nicht...
Das ist aber nicht so!
Wir alle stehen in Verbindung zueinander!
Das glauben Sie nicht?
Es ist aber wissenschaftlich bereits belegt,
dass es eine Art "Kollektives Bewußtsein"geben muss,
das alle Lebewesen lenkt.

Ist das Gott?

Wir können es nur ahnen...
Unsere "Nerven" kreisen also nicht nur in uns selbst,
sondern sie sind unsichtbar mit allen anderen Lebewesen
auf diesem Planeten verbunden,
kommunizieren ständig miteinander...
Wie genau, ist noch nicht erforscht.
Es gibt jedoch viele klare Hinweise, dass es tatsächlich so ist.
Warum arbeiten wir dann nicht lieber gleich zusammen?
Wäre das nicht viel einfacher?

Wozu brauchen wir Beweise?
Warum rennt jeder in seinem Tunnel durchs Leben,
so, als gäbe es den andern gar nicht?
Was gewinnen wir dadurch?
Und was ist der Grund dafür?
Ich sage:
Weil wir unsere persönliche Freiheit zum großen Teil aufgegeben haben,
unter der Fuchtel von allem Möglichen stehen.

Der unzufriedene Partner,
der fordernde Chef,
die ausbaufähige Karriere,
das bescheidene Bankkonto,
der scheinbar wohlhabendere Nachbar...
usw.
Es ist aber nur Angst, die uns gefangen hält,
die uns vereinnahmt und uns in den Tunnel hineinzwingt.
Dann wissen wir keinen Ausweg mehr...
Wir sehen ja oftmals gar nicht mehr das

Licht

am Ende des Tunnels...

Es ist aber da....

Wir müssen nur wieder danach suchen,
dürfen es nicht mehr aus den Augen verlieren.

Was hilft uns dabei?
Es ist so einfach...

Liebe!

Die Liebe läßt uns erkennen, dass der Tunnel
eigentlich nur ein eingebildeter ist.
Es gibt ihn in Wirklichkeit gar nicht, diesen "Tunnel".

Er besteht nur in unserer Einbildung!
Guck neben Dich!

Da läuft jemand!

Dein Chef, Dein Kumpel, Dein Nachbar, Dein Partner,
Deine Frau, Dein Mann, Deine Kinder...?
Sie alle rennen oft blind durchs Leben - wie Du manchmal!

Warum? Weil es scheinbar einfacher ist,
als nach einem Ausweg zu suchen!
Helfen wir uns gegenseitig, da heraus zu finden!


Als Kind gab es die Sitte, eine Nachricht
mit lautem "Weitersagen!" in Umlauf zu bringen.
Machen wir es wieder wie damals als Kind!

Sagen wir es einfach weiter:

Du bist nicht alleine!

Da bin ich und da sind all die anderen,
denen es genauso ergeht wie Dir!

Hab Verständnis für sie, die im Grunde sind wie Du!
Dann haben sie auch für Dich Verständnis!

Verständnis ist nur eine andere Form von Liebe!

Liebe ist wie ein Kettenbrief aus Gefühlen!

Weitersagen!


Eure Marie-Therese









Coabhängiges Verhalten - woran erkennt man es?

Bildquellenangabe:   Uta Herbert - pixelio.de Der Mann Deiner Schwester, Deiner Freundin...