Donnerstag, 24. September 2009

Mama ist tot

Einsamkeit...

Da denkt man sofort an alte Menschen,
die nur noch herumsitzen,
die niemanden mehr haben,
die keiner mehr besucht.

Auch ich hatte so einen alten Menschen.
Meine Mutter.
Manchmal war es noch richtig schön, sie zu besuchen.
Manchmal aber auch sehr anstrengend,
und manchmal, ja ich gebe es offen zu:
Eine echte Herausforderung!
Ihren Alterszorn, ihr Gejammere,
ihre Nörgeleien...

Nun ist ihr Lebenslicht endgültig verlöscht.
Mutter ist tot.
Nun bin ich es, die einsam ist...

Eigentlich hatte ich nie so recht daran glauben wollen,
dass sie irgendwann nicht mehr da sein könnte.
Noch jeden Samstag Morgen bin ich versucht, sie anzurufen,
sie zu fragen, ob ich etwas besorgen soll...

Ach, Gott, wo denke ich nur hin?

Sofort fühlt man sich selbst alt.
Man ist plötzlich niemandes Kind mehr.
Ist automatisch nachgerückt,
hat sich angestellt in der langen Reihe,
in Richtung "Altwerden".

Und Schuldgefühle beschleichen mich,
sie ziehen Resümé, stellen mein Verhalten
gegenüber Mutter in der letzten Zeit
auf den Prüfstein.

Ja! Ich war manchmal wirklich ungeduldig mit ihr!
Oft behandelte ich sie wie ein kleines Kind.
Die einst so starke Frau hatte sich so verändert,
war so weinerlich, so ängstlich geworden,
ständig zweifelnd darüber,
was sie tun oder lieber doch lassen sollte.

Wo war sie nur geblieben,
die Willensstarke, die Unbeugsame,
die Fordernde, die sie einmal gewesen war?

Und nun... ist sie einfach nicht mehr da...

"Mama, ich liebe dich!"
möchte ich ihr nochmal sagen,
meinen Arm um die gebrechlichen Schultern legen,
ihren faltig gewordenen Mund küssen,
in ihre unsicher blickenden Augen schauen
um herauszufinden, was sie brauchte,
denn sie bat mich nur selten um etwas.
Nun bleibt mir nur eines zu fragen:
Ist es das, was das Leben mit uns macht?
Werden wir alle so?

Ist dies die Lehre, die wir aus dem Leben ziehen?
Klein und schwach und krank zu werden,
um schließlich auf die Güte, Gnade und Barmherzigkeit
unserer Kinder oder gar von Fremden angewiesen zu sein?

All unsere Stärke und Kraft und unsere Vitalität
unaufhaltsam aus uns heraussickern zu sehen,
ohne auch nur das geringste dagegen machen zu können?
Das Leben Stück für Stück eintauschen zu müssen
mit unablässigen Schmerzen in den Gelenken und überall?
Ist es das, was das Leben mit uns macht?

Dann habe ich ja noch einiges vor mir...

Und plötzlich möchte ich nicht mehr alt werden!
Ich, die sich nie vor dem Alter gefürchtet hat,
fürchtet sich plötzlich?

Aber nein!
Ich bin sicher, das Leben hält für mich noch einiges parat!

Noch ist keine Zeit fürs Jammern!
Noch hatte ich nichtmal ein Enkelkind
auf meinem Schoß sitzen!

Noch bin ich am Leben und - noch bin ich gesund.
Und wild entschlossen, es noch lange Zeit zu bleiben!
Den jetzt sehe ich das Leben mit völlig anderen Augen...

All denen, die ebenfalls kürzlich ihre Mutter verloren haben,
gebe ich dieses wunderschöne Gedicht zum Trost,
das mir meine beste Freundin schickte,
als sie von meinem Verlust erfuhr:

Mütter sterben nicht, gleichen alten Bäumen.
In uns leben sie und in unseren Träumen.
Wie ein Stein den Wasserspiegel bricht,
zieht ihr Leben in unserem Kreise.
Mütter sterben nicht, Mütter leben fort auf ihre Weise.

~ * ~

Eure Marie-Therése

Freitag, 28. August 2009

Ärger vermeiden...

Quelle Foto: www.pixelio.de Fotograf: Georges
Ihr Partner trinkt.

Ob er zuviel trinkt, wissen Sie nicht genau.
Sie haben sich darüber noch keine Gedanken gemacht,
und Sie kennen sich damit auch nicht so gut aus,
mit Alkohol und dem ganzen Drumherum.
Sie wissen ja auch nicht,
wer Ihnen darüber Auskunft geben könnte...
Es ist sehr schwierig, denn Sie möchten nicht darüber reden.

Sie wissen natürlich auch nicht, warum er trinkt.
Und Sie wissen nicht, ob er jemals wieder damit aufhören kann.

Vielleicht wollen Sie es auch nicht so genau wissen?
Möglicherweise fürchten Sie sich vor Veränderungen.
Veränderungen, die dann eintreten, wenn Sie zuviel fragen...

Viele Frauen, die sich nach Liebe und Harmonie sehnen,
vermeiden Fragen. Fragen bringen nur Unruhe ins Haus.
Fragen "verändern" rütteln an der jetzigen Situation.
Fragen fordern etwas - eine Antwort!
Sie stellen alles "in Frage".
Sie können sehr unbequem sein, für den, der gefragt wird,
gefragt wird nach dem "Warum?"

Haben Sie bereits als Kind die Erfahrung gemacht,
dass man besser nicht allzu viele Fragen stellt,
weil Mutter oder Vater dann schnell ungeduldig,
vielleicht sogar böse wurden?

Fragen haben eine unberechenbare Wirkung,
sie könnten etwas "auslösen",
plötzlichen Ärger herbeiführen,
eine ungute Stimmung machen,
die Sie wirklich nicht wollten,
vor der Sie sich regelrecht fürchten.

Und Ärger bringt nur laute Worte,
unliebsame, endlose Diskussionen,
denen Sie möglicherweise nicht gewachsen sind,
weil sie sich nicht gut zur Wehr setzen können,
und Ärger bringt am Ende nur Einsamkeit...

Denn dann geht er,
denn er hat sich über Sie geärgert!
Zur Strafe läßt er Sie wieder alleine,
nützt die Gelegenheit, sich zu betrinken,
sich wieder zu betrinken,
mehr zu trinken als sonst,
und Sie sind mit Ihren quälenden Gedanken
wieder völlig auf sich gestellt,
und davor fürchten Sie sich so sehr,
denn Sie können mit niemandem darüber reden,
was Ihnen Angst macht.

Das Alleinsein, bis er heimkommt,
ist am schlimmsten!

"Besser gleich still sein!"
sagen Sie sich deshalb.
Besser einfach wegsehen
und einfach das Maul halten,
als hilflos und alleine sein, und seine Wut,
die später unweigerlich auf Sie zurück fällt,
und von der Sie nicht wissen,
wie schlimm sie sein wird,
ertragen zu müssen.

Ok, er trinkt.
"Und wenn schon!"
reden Sie sich ein.

"Andere treiben etwas noch viel Schlimmeres!
Beim ihm ist es ja noch nicht so schlimm!
Er hat sich gut im Griff!
Er trinkt oft tagelang gar nichts!
Ja, das kann er problemlos!
Er ist ein guter Mensch, wenn...
ja, wenn er nichts getrunken hat!"

Dann sind Sie stolz auf ihn, stimmts?
Dann sind Sie beruhigt,
fühlen sich wieder ein wenig geborgen,
denn mit ihm steht es noch nicht so schlimm,
es könnte viel schlimmer sein,
und - Sie möchten ja bei ihm bleiben!
Fühlen sich ohne ihn einsam, bestraft, verlassen...

Aber es gibt immer einen Weg!
Und nach dem Weg zu fragen, ist etwas völlig normales!

Viele sind ihn schon gegangen, diesen Weg.

Das Ziel am Ende des Weges lautet: Aufklärung!

Werden Sie wieder wie damals, als Sie noch ein Kind waren:

Fragen Sie!

Lernen Sie aufs Neue, dass Fragen wichtige Türen aufstoßen!
Machen Sie wieder die Erfahrung,
dass Fragen wertvolles Wissen liefern und
völlig neue Möglichkeiten eröffnen!

Es gibt vieles, was Sie nicht wußten und dennoch
dringend wissen sollten,
wenn Ihr Partner trinkt...

Spüren Sie endlich den frischen Wind!

Die wohltuende, neue Brise auf Ihrem neuen Weg,
in Ihrem neuen Leben,
die nur durch simples Fragen
neue, positive Menschen auf den Plan ruft,
Menschen, die Ihnen keine Absage erteilen,
Menschen, die sie so gut verstehen,
und Ihnen gerne helfen wollen,
aus der Einsamkeit dieses Lebens,

an der Seite eines Alkoholkranken

neue Perspektiven zu finden.

Fragen Sie und finden Sie denneuen Weg!

Erst dann können Sie wieder frei entscheiden,
ob Sie diesen neuen Weg weiter beschreiten wollen,

oder nicht...

Ein Versuch ist es wert, oder?
Herzlichst
Marie-Therese

Mittwoch, 26. August 2009

Chinesisches Sprichwort


Quelle Foto: www.pixelio.de Fotograf Peter Hebgen



"Achte auf deine Gedanken!

Sie sind der Anfang deiner Taten!"


Chinesisches Sprichwort


Mit freundlicher Genehmigung von:
www.lien-ying.de


Dienstag, 11. August 2009

Quelle Foto: www.pixelio.de Fotograf: Hautumm



Wenn Leben zu Ende geht...


Hör mir eine Minute zu...
Nein, es ist nicht November!
Es ist grad Urlaubszeit, die Sonne scheint,

und keiner denkt ans...
Sterben.


Warum auch?
Dennoch...
Wir sind dem Tod stets viel näher
als wir es für möglich halten könnten.

Das wollen wir nicht wissen.
Darüber denkt keiner nach.
Wir leben doch jetzt,
wer weiß, wann es soweit ist,
für mich,
für dich,
für meinen Freund,
für meine Eltern...

Wir wollen es einfach nicht wahrhaben,
schieben es weit von uns,
dass irgenwann auch für uns
das berühmte "letzte Stündlein"
geschlagen haben wird.

Warum ich heute, an diesem schönen Tag
so ein "fürchterliches" Thema bringe?

Bin ich womöglich ein Sadist? Nein!

Ich möchte, dass du, ihr, wir,
jeden Tag darüber nachdenken,
dass wir mit jedem Schritt...

den wir auf diesem bunten,
lebendigen Weg unseres irdischen Lebens gehen,
der voller Abenteuer und Licht ist,
gleichzeitig dem sogenannten "Tode"
entgegen gehen...
Nein, hör jetzt bitte nicht auf, mir zuzuhören!

Jetzt nicht weiter zu lesen würde bedeuten,
dass Du
nicht "richtig" lebst!

Lebe bitte richtig!

Was meine ich damit?
Führe Dir jeden Tag vor Augen,

dass Dein Leben nur aus dem einen Grund gelebt wird,
um irgendwann eine echte Um-Wandlung zu erfahren.
In ein neues, lichteres, vollkommeneres
weiseres und allumfassenderes Leben,
erfüllender,
als du es dir in deinen schönsten Momenten
ausmalen kannst!

Es ist wahr!
Es gibt keinen "Tod"!


Foto: www.pixelio.de Fotograf: “Momo für Georges”


Wir alle überschreiten am Ende unseres Lebens
lediglich eine kleine, unbedeutende Schwelle,
und treten hinüber,

in das "wahre Leben"!

Diese Wahrheit ist allumfassend!

Was heißt das für uns?
Es ist eine göttliche Wahrheit,
ein Wissen um jede noch so kleine Existenz
hier auf dieser Erde!

Auch im Leben der Eintagsfliege
ist diese ewige Wahrheit verankert.

Dieses Ur-Wissen findet seine Grundlage
in allen Religionen dieser Welt!

Aber irdische Worte allein,
und seien sie noch so salbungsvoll,
können uns nicht wirklich überzeugen,
können nicht eine Sekunde lang beschreiben,
was uns danach,
im "Jenseits" dieses irdischen,
mühlseligen Lebens tatsächlich erwartet.

Tief in Dir aber ruht diese göttliche Gewißheit
um das ewige Leben.
Sie ist in dir verankert,
seit deinem ersten Atemzug!
In jeder Zelle Deines irdischen Körpers
ist diese Wahrheit gespeichert.

Du mußt sie nur willkommen heißen
und du kannst bereits jetzt,
an jedem Tag deines irdischen Daseins
voller glücklicher Vorfreude gewiß sein,
dass diese göttliche Wahrheit
auch für dich gilt,
und für dein eigenes, bescheidenes,
sich nach Glück und Erfüllung
sehnendes Leben.

Glaube mir und - lebe,
in der Gewißheit, dass es
keinen Tod gibt!

So. Und nun geh hinaus in die Sonne!

Marie-Therese Marquart

Samstag, 8. August 2009

Morgen ist Schluß - Leben ohne Alkohol

Sie möchten endlich mit dem Trinken aufhören?

Hier dazu der Ratgeber mit hilfreichen Tipps um dem Trinken ein Ende zu setzen!

Wenn Sie sich an diese 8 Tipps halten, dann werden auch Sie ein erfülltes Leben ohne Alkohol führen können!

Morgen ist Schluß - Leben ohne Alkohol

Preis: 14,90 €

Montag, 13. Juli 2009

Hätt’ ich geahnt

pixelio Fotograf: Georges


Schon stehst Du in der Wohnungstür,
Die Schultern hilflos hochgezogen,
Dein Körper spricht ganz klar zu mir,
lang vor dir hat er mich betrogen!

Ein Teil von Dir ist längst schon fort,
wenn ich nur wüsste, wer sie ist?
Zum Schluss nicht mal ein letztes Wort?
Dein Mund, der zärtlich mich geküsst,
hat mich am Ende doch belogen.

Wohl hätt ich einiges riskiert,
Hätt ich geahnt, dass du heut gehst.
Was hätt ich alles ausprobiert!
Ich hab gehofft, dass du verstehst,
dass ich ja ohne Dich verloren...

Komm, sag jetzt gleich: „Es war nur Spaß!“
Komm, lach und schließe schnell die Tür!
Und sag:


„Ich bleib bei dir!“
Marie-Therése Marquart

Freitag, 3. Juli 2009

Vorsicht! Steinschlag!




Hallo Leute!

Zurzeit geht einiges ab, bei mir, bei Dir, und überhaupt!
Das Leben ist so unruhig, so risikoreich, so gefahrvoll geworden!

Plötzliche Arbeitslosigkeit, Fallen, die einem gestellt werden von fiesen Geschäftemachern, bösartigen Mitmenschen, die aus lauter Frust jetzt Dir eine reinwürgen wollen, miesen Kollegen und gemeinen Chefs...Die Liste ist endlos und sie wird immer länger...

Du versuchst, Dich tapfer durchzuschlängeln, um unbeschadet durchs Leben zu kommen.

Wie bei der brüchigen Felswand, unter der man – zugegeben - immer mit einem etwas mulmigen Gefühl –zigmal vorbeifährt und das Warnschild:

"Vorsicht, Steinschlag!"

liest und denkt: „Ach was, mich trifft es ja doch nicht!“

Und dann ist es doch soweit!
Er trifft DICH!
Ein fieser Schicksals-Stein!

Je nachdem, wie groß er ist, schlägt er ein Loch in Dein mehr oder weniger geordnetes, von Gewohnheiten und Pflichten geprägtes, manchmal sogar etwas langweiliges Leben!

Mit einem Male kommt Dir Dein bisheriges Leben so wertvoll und obendrein von Dir so gering geschätzt vor! Da wusstest Du ja noch nicht, wie schön es damals war, bevor dieser „Stein“ einschlug, in Dein Leben...

Unfassbar! - Warum trifft es gerade mich?
fragst Du Dich verständnislos.

Keiner kann es Dir erklären.
Du stehst fassungslos vor dem „Loch“, das der Stein geschlagen hat und fragst Dich, wie Du das nun wieder hinkriegen sollst.
Es ist, als stündest Du vor einem tiefen Abgrund.

Und das Schlimmste: Du musst da jetzt ganz alleine durch.

Es ist eine gemeine Art von Schicksalsschlag, eine, die einzig und alleine für DICH bestimmt war.

Du lässt Dir nichts anmerken. Was soll man von Dir denken?

Nur in Deinem Innern schreist Du um Hilfe, so, wie damals als Kind, als Du Dir die Glasscherbe in den Fuß getreten hast.
Da war alles so einfach! Mutter angelaufen, um Dich zu versorgen und zu trösten.
Jetzt kommt keiner angelaufen. Alle gucken nur dumm, wenn sie von Deinem „Problem“ hören, sind höchstens mal peinlich berührt. Scheinbar fühlt sich niemand angesprochen.

Offenbar erwartet man, dass Du diesen Schicksalsschlag alleine löst.
Doch es ist im Grunde ganz einfach:
Auch die anderen fahren – genau wie Du zuvor - schnell vorbei, an der „Felswand“ mit dem Schild „Vorsicht – Steinschlag!“

Der Schrei der Verzweiflung steht Dir wie ein dicker Kloß schon bis zum Hals, Du aber kannst nicht schreien!
Du kannst auch nicht Heulen.
Du musst weiterhin „stark“ sein und so tun, als wäre alles in Ordnung, als kämst Du wunderbar alleine zurecht.

Doch du bist so verdammt hilflos und findest keinen Ausweg.
Und irgendwann hast Du keine Kraft mehr, gegen das Problem
anzukämpfen, gegen die Enttäuschung, die Dir das Leben da eingebrockt hat und die Dich inzwischen total überfordert.

Im Grunde ist es Dir auch egal, was daraus wird...
Du fühlst Dich ungerecht behandelt, kannst nichts dafür und nichts dagegen tun.

Du schaltest einfach ab. Weil das einfacher ist.
Ist das wirklich einfacher?
Für den Moment vielleicht, ja...

Doch auf Dauer ist damit Dein Problem nicht gelöst.

Erzähle den anderen von „Deinem Stein“, der Dein Leben getroffen hat.

Bitte um Hilfe!
Und Du wirst merken, dass auch andere ähnliche Schläge in ihrem Leben erfahren und mit Hilfe anderer bewältigt haben.

Auch Du schaffst es!

Eure Marie-Therése

Samstag, 13. Juni 2009

Wohin soll das noch führen?

Hallo Leute!

Mal ein ganz anderes Thema:

Ich fasse es langsam nicht mehr!
Was in unserem alten Deutschland alles so abgeht!
Eine Pleite jagt die nächste!
Ist das noch normal?
Von wegen Wirtschaftskrise!
Das Laden-, und Firmensterben geht nun schon einige Jahre so,
und keinem fällt was auf!
In den kleineren Innenstädten sind fast alle Schaufenster
von innen zugeklebt mit dem Vermerk: "Zu verkaufen!"

Haben wir bei uns im Lande denn AUSVERKAUF ??
Und was noch auffällt: Immer mehr ausländische Investoren
kaufen unsere alteingesessenen, Traditionsbetriebe "gnädig"
auf, damit sie nicht vom Erdboden gänzlich verschwinden,
Russland, Österreich...
Ja hat man da noch Worte?
Wo ist denn da unsere Regierung? Sieht die denn tatenlos zu?

Fällt das denn keinem auf - ausser mir?
Haben wir Kartoffeln vor den Augen?
Kriege da nur ich eine Gänsehaut?
Steckt da womöglich Methode dahinter?
Irgendein Ziel?

Ich begreife das nicht.
Ich bin nur noch erschüttert und traurig!

Rosenthal? Dr. Oetker? Quelle, Karstadt.... und, und, und....?

Und unsere Regierung macht nichts, erhöht munter weiter
die Steuern, und schon spricht der DIW-Chef davon, die
Mehrwertsteuer auf 25 Prozent (!!) zu erhöhen! (Quelle: www.focus.de)
Die 19 % haben uns schon fast das Genick gebrochen!

Da bleibt einem doch die Spucke weg!
Werden wir denn nicht schon genug geschröpft?
Wer soll das bitteschön noch bezahlen?

Unsere Arbeitslosen, die entweder vergeblich nach einem Job suchen,
oder aber nur noch resignieren?

Unsere Alten, von denen selbst die mit geringer Rente alles zur Last gelegt kriegen, als ob sie noch arbeiten würden - haben aber ein Leben lang längst gearbeitet und tausendfach Leistung erbracht, die jetzt - im Alter - scheinbar nichts mehr wert ist!

Die Jungen, die ebenfalls keinen Job bekommen?

Den Zeitarbeitern, die das ganze Jahr weder Urlaub machen noch es sich leisten können, auch nur einen Tag krank zu werden, weil dann die Lohntüte so schmal ausfällt, dass die Mutti zuhause sich nicht mehr einkaufen zu gehen getraut?

Wer soll Euch denn dann noch
Eure teuren Wirtschaftsgüter abkaufen?

Wer, wenn nicht WIR?
Irgendwann, Ihr da droben, können wir uns nicht mal mehr
Eure besch.... Mehrwertsteuer leisten! Denkt dran!

Heute habe ich in der Zeitung gelesen, dass man nun erstaunlicherweise festgestellt hat, dass wir, die kleinen Bürger, immer mehr in die Verschuldung abgleiten.

Und die Banken?
Die sind ja selbst pleite und betteln nun beim Staat!

Wer pumpt denn von wem, fragt sich hier nur noch?

Aber Du und ich - wir kriegen keinen müden Cent mehr bei unserer Hausbank, ist der Dispo erst einmal ausgeschöpft!

Dann bist Du der Schwerverbrecher, der Taugenichts, der Schuldensack, der sein Leben nicht mehr im Griff hat!

Der seine Altervorsorge nicht mehr selbst in die Hand
nehmen, keine Versicherungen mehr zahlen kann!

Der für seine Kinder keine Rücklagen bilden kann!

Der unfähig ist und von daher am besten auswandert....

Aber bis dahin führt uns unser Bank-Filialleiter
liebevoll über die Strasse, damit uns womöglich nicht
noch ein Auto überfährt...

Es ist bereits so schlimm, dass einem zu diesem Irrenhaus, in dem wir inzwischen leben, nichts mehr einfällt! Und wenn sogar ich mal sprachlos bin - das will was heissen, Leute!

Na dann haltet mal Eure Jobs fest,
so ihr denn noch einen habt!
Und macht fleissig weiter Schulden,
denn Euch kann nicht viel passieren!
Und Ihr Arbeitslosen, ausser Hartz IV.
erwartet Euch nichts wirklich Schlimmes!

Wozu denn überhaupt noch arbeiten?
Fragt sich doch inzwischen sogar manch redlicher Bürger.

Damit diejenigen, die nicht wissen, was tägliches Brot und Rentenanwartschaften eigentlich sind, weil sie auch ohne diese beiden Attribute wundersamerweise immer was in den Taschen haben, sich weiterhin schön auf die faule Haut legen können?

IRGENDWAS MACHEN WIR FALSCH !!
IRGENDWAS LÄUFT HIER FALSCH !!

Denken wir mal darüber nach.
Vielleicht, ja, vielleicht fällts uns ja irgendwann auch ein...

Bei der nächsten Wahl...?


Eure

Marie-Therése

Der Penner

Quelle Foto: www.pixelio.de Fotograf: Peter Hebgen

Seit gut dreißig Jahren sitzt du am Straßenrand
Und bist in der ganzen Stadt bekannt.
Damals hat dich deine Frau verlassen
Und du begannst alles zu hassen.
Eine verschmähte Liebe warf dich aus der Bahn
Und nahm dir jeden Elan.
In deiner Wut begannst du zu trinken
Und damit dem Leben hinterher zu hinken.
Dein bester Freund wurde der Alkohol
Und dieser macht nach all den Jahren deine Birne hohl.
Dreißig Jahre ohne Familie und TV,
eigentlich bist du eine arme Sau.
Doch du sagst, das brauch ich nicht,
denn mit Alkohol haust du dir die Birne dicht.
Du meinst, das hilft dir zu vergessen,
meist vergisst du nur zu essen.
Schade, du bist so ein netter Mann,
der leider nur noch trinken kann.
Eine neue Liebe, ein neues Glück
Brächten dich ins Leben zurück.
Doch abgefahren ist für dich dieser Zug,
denn der Alkohol ist dir genug.
Irgendwann kannst du deinen Körper nicht mehr schinden
Und man wird dich leblos am Straßenrand finden.
Schnell wirst du vergessen sein,
als Trinker bist du ein armes Schwein.
Du hast keine Spur in dieser Welt hinterlassen
Und man wird dich in ein Armengrab hinunterlassen.
Die Maden werden deine letzten Begleiter sein,
So armselig kann ein Trinkerleben sein.

von Bernd Röttger

Donnerstag, 30. April 2009

Wie dieses Buch entstand:

Buch von Marie-Therese Marquart


Barrieren
Leben mit der Sucht anderer


Warum habe ich dieses Buch geschrieben und wovon handelt es?

Zum Titel:

Ich habe die Alkoholsucht meiner Partner stets
als eine unüberwindliche Barriere in meinem Leben empfunden.
Eine echte Lebens-Barriere,

die vor all dem aufgebaut war,
was mir in meiner Partnerschaft
und für unserer kleine Familie so wichtig gewesen wäre:
Liebe, gegenseitiges Vertrauen,
Geborgenheit, Zusammengehörigkeit -
und vor allem: Zukunft!
All das hat die Alkoholkrankheit
meines damaligen Partners und Vater meiner Kinder
durch sein Trinken bereits im Keim erstickt.

Die Sucht stellte für mich immer
eine unüberwindbare Barriere dar -
denn sie verhinderte einfach alles,
was eine Partnerschaft, Ehe und Familie im Grunde ausmacht.

Warum schreibt jemand?

Den Vorgang, das, was man erlebt
und einen innerlich stark bewegt hat,
einfach aufzuschreiben,
kennt man ja schon seit Erfindung des Tagebuchs.
Bereits beim Schreiben geschieht schon
die Aufarbeitung all der dokumentierten Erlebnisse,
und mann kann später,
aus einem gewissen Abstand heraus,
noch einmal alles nachlesen und überdenken.
Sozusagen ein „Selbstlerneffekt“ für das weitere Leben.

Damals, als ich übervoll war
von verwirrenden Emotionen
und Sklave meiner ständigen Richtungsänderungen,
was meinen Lebensplan insgesamt
und meine Beziehung zu meinem neuen Partner, Bernd,
im einzelnen anging,
erhielt ich den Rat eines Suchttherapeuten,
mich einfach hinzusetzen
und meine Erfahrungen
mit früheren und jetzigen,
süchtigen Partnern als meine "Story"
aufzuschreiben.
 Dies würde helfen, mir darüber klar zu werden,
was ich eigentlich von meinem Leben
und von meinem Partner erwartete,
und welchen Weg ich in meinem weiteren Leben
einschlagen wollte und um ein besseres Gefühl
dafür zu entwickeln,
was für mich gut oder eher schädlich sein würde.

Sie werden jetzt denken:

„Aha, sie schreibt sich ihren Seelenmüll vom Leib
und wir sollen ihn nun lesen?“

Ja! Ich würde mich sehr freuen,
wenn gerade Sie mein Buch lesen!

Um mit mir das zu teilen,
was ich erlebt habe,
und vielleicht dadurch
Parallelen zu ihrem eigenen Leben
oder zu ähnlichen Geschehnissen
in Ihrem persönlichen Umfeld zu ziehen.

Vielleicht könnten auch Sie
Nutzen daraus ziehen,
aus dem, was ich in meinem Leben geändert
und verbessert habe.

Deshalb habe ich mein Buch Barrieren geschrieben
und mich fast zehn Jahre lang
intensiv um die Veröffentlichung bemüht.

Endlich habe ich einen Weg gefunden,
um Ihnen meine Lebensgeschichte zu erzählen:
Endlich kann man "Barrieren"
als richtiges Buch im Handel kaufen!

Mein lang erstrebtes Ziel ist erreicht und ich bin stolz darauf!

Der Vorgang des Schreibens alleine diente nicht allein dazu,
mir alles Erlebte einfach nur so von der Seele zu schreiben;
Sondern es war schon auch darauf zu achten,
dass der Stoff interessant geschrieben war
und einen Unterhaltungswert bekam,
denn wer will schon einen trockenen Tatsachenbericht lesen?

Barrieren ist nicht womöglich eine Aufzählung von
schrecklichen, traumatisierenden Ereignissen.
Barrieren ist aber auch kein seichter Unterhaltungsroman,
den man nach einigen Stunden Lesens
wieder vergessen hat.

Barrieren soll "Spuren" im Verständnis des Lesers
hinterlassen und Denkanstöße geben.
Es soll Menschen öffnen für Schicksale wie meines,
Verständnis bringen für Frauen wie ich es bin,
die Hilfe und Unterstützung von uns allen
dringend benötigen,
statt Menschen, die wegsehen und sagen:

"Was geht mich das an?"

So erzähle ich in meinem Buch
wie ich einer guten Freundin erzählen würde.
Ihnen, lieber Leserin - und vielleicht auch Ihnen, lieber Leser,

Erleben Sie ein Stück meines Lebens mit
und vielleicht ziehen Sie sogar Nutzen daraus,
finden Parallelen zu Ihrem eigenen Verhalten
oder das Ihres nächsten Mitmenschen,
oder können zumindest nachempfinden,
was in solchen Menschen vorgehen mag

und warum sie so handeln.

Meine geschilderten Erfahrungen und Erlebisse
erwiesen sich als sehr hilfreich für andere Angehörige
von Alkoholikern und fanden bereits viel Anerkennung
von Fachleuten, die mit der Thematik gut vertraut sind
und viel davon verstehen.

Auch aber nicht nur deshalb möchte ich Ihnen
mein Buch ans Herz legen.

Zwar mag meine autobiographische Erzählung,
die hauptsächlich von Sucht-Partnerschaften erzählt,
auf den ersten Blick nur für jene interessant erscheinen,
die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden.

Doch als Lesestoff richtet sich Barrieren
speziell an uns Frauen,
die wir leider oft dazu neigen, zu bemuttern,
uns im Übermaß „zu kümmern“
und dabei viel zu viel Verantwortung zu übernehmen
für die, die wir lieben.

Was liegt denn näher, als sich um „Kranke“ zu sorgen,
was Alkoholiker im Grunde genommen sind.
Nur, es handelt sich hierbei um eine sehr komplizierte Krankheit,
die denen, die aktive Alkoholiker betreuen, alles abverlangt.
Denn sie fordert mehr als nur rein pflegerisches Können.

Alkoholismus ist wie jede Sucht eine sehr schwierige Krankheit.
Trinker suchen sich aufgrund ihrer Sucht gezielt Menschen,
die dazu neigen, anderen sehr gerne helfen
und bereit sind, zu viel Verantwortung für andere zu übernehmen.
Mit der Zeit schaffen sie es, ihre Partner gezielt und dauerhaft
zur Verwirklichung und Unterstützung ihrer Sucht "einzuspannen".

Dies geschieht auf sehr subtile Art
und ihr Verhalten wird den Betroffenen selten bewusst.

Gerade wir Frauen,
die wir von Natur aus harmoniebedürftig sind,
lassen uns schnell vor diesen „Karren“ spannen.

Wir werden „co-abhängig“!


Süchtige und Frauen mit diesem sogenannten „Helfersyndrom“
passen zueinander wie zwei Puzzleteile!
Sie ergänzen sich!
Das mag auf den ersten Blick schön klingen,
nimmt aber im Laufe der Jahre einen fatalen,
völlig gegenteiligen Verlauf für beide Beteiligten!

Der aktive Säufer kommt nicht los vom Suff –
denn es werden ihm keine Grenzen gesetzt - im Gegenteil!
Die „helfende“ Partnerin kommt nicht los vom Säufer.
Sie möchte ihn trocken kriegen, ihn "retten".
So können sie nicht miteinander -
aber auch nicht ohne einander leben!

Dieses Muster erkennen wir häufig nicht!
Was das wirklich bedeutet,
wird uns oft erst nach Jahren
oder einer fachlichen Aufklärung
durch einen Arzt oder Therapeuten
bewusst, wenn die gegenseitige Zerstörung
bereits weit fortgeschritten ist.

Woher hätte man das auch wissen sollen?
Niemand hat uns das gesagt!
Keiner spricht über solche Sachen!
Nicht mal im Fernsehen bringen sie was darüber!

Und es ist ein Thema, das viele Mißverständnisse in sich birgt!

Ein heißes Eisen!

Kein Wunder, dass niemand es anfassen will, oder?
Und - wenn überhaupt – so ist immer nur der Süchtige im Brennpunkt des Interesses,
nicht aber seine Angehörigen, die tagtäglich mit ihm umgehen
und dabei ihr eigenes Leben dabei mehr und mehr vernachlässigen,
in großer Sorge um den ständig Betrunkenen an ihrer Seite.

So oder so ähnlich ergeht es aber vielen Frauen!
Doch wer kümmert sich um die, die sich kümmern?

Warum, so frage ich Sie, kümmern wir uns eigentlich
nicht selbst um uns?

So wie die uns allen so geläufige Werbung, die uns auffordert,
etwas für uns selbst zu tun, weil wir uns das doch wert wären?

Und: wir hätten es dringend nötig, glauben Sie mir!
Wenn auch Sie vielleicht eine "helfende Angehörige" eines
aktiven Alkoholkers sind:

O.k! Tun Sie was für sich! Packen Sie die Gelegenheit beim Schopf!
Gehen Sie unter Menschen – besuchen Sie eine der vielen,
tollen Selbsthilfeorganisationen, die auch Angehörige betreuen.
Dort können Sie sich endlich aussprechen, über Ihre Situation reden,
ohne verheimlichen, beschönigen und sich verstellen zu müssen.

In meinem Buch Barrieren erzähle ich,
wie es mir ergangen ist
und wie ich den Weg „nach draußen“ fand.

Ich habe so viele wertvolle Jahre
im Elend einer Säuferehe vergeudet,
ohne zu wissen,
wie ich mich richtig verhalten hätte.

Ich habe immer nur ausgeharrt
und sinnlos auf Besserung gewartet,
weil niemand da war, der mich aufgeklärt hätte.

Ich habe viele Fachbücher über Alkoholismus gelesen,
die mich zwar lehrten,
dass es sich um eine schwerwiegende Krankheit handelt,
die zuerst das Gehirn und anschließend den Körper des Süchtigen
systematisch vergiftet und schließlich zerstört.

Doch – was hat es mir selbst genützt?
Klar – ich war ein Stück klüger in Bezug auf die Krankheit "Alkoholismus" -
aber auch ein gutes Stück verzweifelter in meiner Aufgabe als Angehörige.

Doch in Bezug auf mich stand ich nach wie vor am Anfang.

Schlimmer noch:
Nun kam mir meine Situation noch auswegloser vor,
da ich mir klar darüber wurde,
dass die Zukunft mehr als düster aussah
für meinen süchtigen Partner
und somit natürlich auch für mich selbst.
Eine Tatsache, die mich nur noch heftiger
in mein übersteigertes Verantwortungsgefühl
meinem süchtigen Partner gegenüber hinein trieb!

Hätte ich damals ein Buch in die Hände bekommen,
dass sich speziell an mich,
die Angehörige eines Süchtigen wendet,
wäre mir damals bestimmt manches klar geworden!

Und:
Eine Selbsthilfegruppe, die mir rechtzeitig gesagt hätte,
welche Chancen ich als Angehörige gehabt hätte,
anstatt immer nur auf die Nüchternheit
meines Alkoholiker-Partners zu warten,
hätte mir einige Jahre meines trostlosen Lebens erspart.

Ich konnte ja nicht wissen,
wie aussichtslos mein Warten in Wirklichkeit war.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich immer zuletzt!
Wir Angehörigen leben auf unserer „Sucht-Insel“
mit unserem abhängigen Partner.
Man weiß zwar „da draußen“, dass es uns gibt -
doch niemand will "anlegen"
an unserem Strand der Hoffnungslosigkeit,
Traurigkeit und Zukunftslosigkeit!

Und nicht selten haben wir
Hilfe auch aggressiv abgelehnt
und sind in unserem falschen Stolz
lieber alleine geblieben mit unserem Elend.
So bleiben wir abgeschnitten vom Rest der Welt,
bestenfalls mit unserem Spezialwissen
um die Krankheit Alkoholismus,
ohne Aussicht auf Besserung – oder?

Und wenn es eine echte Hoffnung gäbe,
wie sähe die dann aus?
Wer könnte uns da heraushelfen –
uns und unserem alkoholkranken Partner,
wenn er doch eines Tages
ernsthaft aufhören würde mit dem Trinken?

Der einzig richtige Weg da heraus ist,
sich zu informieren darüber,
was wir wirklich tun können
– außer immer nur stumm und tatenlos abzuwarten...

Lesen Sie deshalb Barrieren - meine Geschichte!

Dann erfahren auch Sie, wie wir beide,
mein neuer, alkoholkranker Partner und ich,
herausgefunden haben!

Das symbolhafte Titelbild - was stellt es dar?
Die Frau mit einem Kind an der Hand...
(wobei es natürlich auch mehrere Kinder sein könnten),
Sie ist gerade dabei,
der Alkoholhölle zu entfliehen.
Das Kind hat den hellen Ausgang oben rechts
schon gefunden und zeigt auf aufgeregt hin;
seine Mutter hat den "Ausweg"
erst in diesem Augenblick wahrgenommen.
Zögernd geht sie gemeinsam mit ihrem Kind darauf zu.

Die Darstellung steht als Sinnbild dafür,
dass auch ein solcher,
scheinbar leicht zu gehender Weg
in ein neues, unbelastetes Leben
keinesfalls einfach sein muss.
Die "Tür" nach draußen
kann oft erst nach Jahren
bewusst und gezielt durchschritten werden.
Kinder sehen dies in ihrer Spontanität oft sehr viel früher
als wir Erwachsenen, die uns an so vieles gebunden fühlen,
die vieles unnötig komplizieren.

Darum sollten wir öfter auf unsere Kinder hören!

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Literatur-Depot:


Viele weitere Informationen und nützliche Tipps

für Angehörige von Alkoholikern finden Sie hier in meinem Blog:



Sonntag, 26. April 2009

Zeit, anzuerkennen, was wir leisten!

Angehörige von Pflegefällen können bereits ein gewisses Gehör und auch finanzielle Hilfen für Ihre Leistungen erhalten. Das ist gut so und es könnte noch mehr sein. Sie helfen dem Staat dabei, diese Menschen zu betreuen.
Jedoch auch wir, die Angehörigen und/oder Partner von Alkoholkranken, wirken dagegen ohne Anerkennung unserer Leistungen "hinter den Kulissen" in unserem "Pflegehaushalt", der er zweifellos ebenso ist:

  • Ständige Überwachung des Gesundheit- und/oder Geisteszustandes des (Alkohol)kranken (Alpträume, plötzlich auftretende Entzugs-erscheinungen usw.)
  • Ständige Betreuung hinsichtlich Körperpflege, (Hygiene und frische Kleidung, ein schwieriges Kapitel bei fortschrittenem Alkoholismus).
  • Überwachung der Aktivitäten des Alkoholkranken rund um die Uhr, verschärft bei Aufenthalten ausserhalb der Wohnung (eventuelle Suche nach ihm und Verbringung nachhause, falls dies aus eigener Kraft nicht mehr möglich ist).Überwachung seines Alkoholkonsums, Einnahme von notwendigen Medikamenten usw.
  • Transporte zum Arzt oder in die Klinik bei akuten Zuständen
  • Pflege bei körperlichen Beschwerden aufgrund von zuviel Alkoholkonsum (oder dem genauen Gegenteil = Entzugserscheinungen!)
  • Erste Hilfe bei Verletzungen aufgrund von Stürzen usw.
  • Psychische Betreuung und ein ständiges Aufrechterhalten einer Art künstlicher Harmonie, um möglichen Aggressionen und körperlichen Übergriffen an uns und unseren Kinder vorzubeugen.
All dies und noch viel mehr leisten wir im Verborgenen!
Wer gibt uns dafür die verdiente Anerkennung?
Was wäre, wenn wir all diese Leistungen unterließen?
Wer würde sich kümmern?
Wer unterstützt uns finanziell bei dieser Arbeit, uns, die wir sehr oft am Rande des Existenzminimums leben müssen, weil unser alkoholkranker Partner schon längst arbeitsunfähig geworden ist?
Wer anerkennt denn unsere körperliche sowie seelische Belastung?

Wer spricht für uns, draussen, in der Öffentlichkeit, und macht auf unser Wirken aufmerksam?

Ich finde:
Auch unsere Leistungen sind finanziell anzuerkennen, genau wie die Bereuung
"normaler Pflegebedürftiger".

Ich fordere eine bessere Betreuung unserer häuslichen Situation durch Ärzte, sozial geschulter Betreuer (Gesundheitsamt) oder dgl., um eine fachliche Einschätzung unserer schwierigen Lage zu erreichen.

Wir fordern:
Auch wir müssen der herkömmlichen, häuslichen Pflege gleichgestellt und in der Betreuung von Alkoholikern finanziell und sozialpädagogisch unterstützt werden!

Samstag, 18. April 2009

Die Freiheit der eigenen Entscheidung



Quelle Foto: www.pixelio.de Fotograf: Harry Hautumm



Ich weiß aus Erfahrung,
dass es seelisch ungemein belastend ist,
mit einem aktiven Trinker zusammen zu leben.

Auch Du – genau wie ich damals –
magst dafür tausend Gründe finden...

Du selbst hast Dir dieses Leben ausgesucht.

Du magst dagegen protestieren?
Dennoch ist es die Wahrheit!

Du bist – wie jedes gesunde Lebewesen –
von Natur aus befähigt, Dein Leben selbstbestimmt zu leben!
Gott hat dies so vorgesehen und er lässt Dir die freie Wahl!

Er hat Dir ein Leben in Freiheit und Glück geschenkt.
Du aber wähltest ein Leben
in Abhängigkeit und seelischer Not.

Erzähl mir nicht, Du seiest glücklich.
Sag mir nicht, Deine Kinder wären zufrieden...
Sie kennen nichts anderes!

Aber Du!

Im Grunde hat Dich niemand gezwungen,
an der Seite eines Säufers zu bleiben!

Du zweifelst daran?
Aber:
Du bist nicht schwerkrank –
Du bist nicht ans Bett gefesselt -
Du bist nicht hörig – oder doch?
Du bist finanziell nicht rettungslos abhängig –
Du bist nicht eingesperrt –
Du bist nicht einäugig und buckelig –
Du bist noch nicht achzig!

Was hindert Dich dann, zu gehen
und ein neues Leben zu beginnen?
Die Angst vor der Freiheit?
Die Furcht davor, ein normales, glückliches Leben zu führen?
Deine alte Panik, er könnte alleine vor die Hunde gehen?

Wann gehst Du selbst vor die Hunde?
Wer schert sich dann um Dich?
Wer bemitleidet Dich, wenn Du bleibst?

Deine längst zerschlissenen Gefühle von einstiger Liebe?
Deine Hoffnung auf ein besseres Leben,
Die Scheu davor, Dein Projekt „Ihn vor dem Suff retten“,
vor Dir und den anderen als schlicht „gescheitert“ zu erklären?

Oder kriegst Du etwa das Bundesverdienstkreuz, wenn Du bleibst?
Hast Du etwa Angst davor, Deinen Kindern
- egal, wie groß sie schon sein mögen -
klar zu machen, dass Du – ihre Mutter –
ein Recht auf ein eigenes Leben hat?

Es geht immer irgendwie weiter...
Denk an das Lichtlein, dass stets von irgendwoher
zu Dir kommt!

Die Antworten auf diese Fragen kennst nur Du...
Nur Du weißt, warum...
Nur Du kannst etwas ändern...

Warte nicht zu lange.
Die Lebensuhr tickt...

Und irgendwann fragst Du Dich,
wo es abgeblieben ist - Dein Leben...

Samstag, 11. April 2009

Feiertage! Genehmigung zum Saufen?


Angehörige von Alkoholkranken fürchten sie:
Die Feiertage!

Ganz gleich, um welche es sich dabei handelt -
Unsere Schluckies lieben die Feiertage!
Sie sind ein Alibi zum Saufen,
sozusagen die Genehmigung vom Herrgott höchstpersönlich!

Und wir? Wir sehen es hilflos mit an, dieses Elend,
wir warten auf glühenden Kohlen,
bis unser Schluckspecht endlich nachhause kommt,
vom Wirtshaus-Stammtisch, vom Vereinstreff,
eben von da, wo er in Strömen geflossen ist,
der Alkohol,
zur "Feier des Tages".

Jeglichen Feiertagsausflügen sah ich stets mit Grauen entgegen!
Weil es scheinbar ohne Schnaps und Wein und Bier nicht geht...
Und noch bevor wir angekommen sind, sind sie im Bus schon alle blau!

Am schlimmsten waren für mich am Abend dann diese Sauflieder!
"Heute blau und morgen blau und üüüüübermorgen wiiieder!"
Heiliger Bim Bam!
Ich konnte es nicht mehr ertragen!
Wie primitiv, textmäßig extra auf besoffene Birnen zugeschnitten.
Warum? Weil ich nichts getrunken habe!

Manchmal wünschte ich mir sehnlichst, auch ich könnte saufen!
Ja! Tatsächlich war ich schon so weit und habe
darüber sinniert, wie das wohl wäre...
Ich begann, die lalligen Dösel rings um mich herum zu beneiden!
Für sie gab es nur noch den Schnaps, das Bierchen und möglichst
bald "zu" sein! Mehr wollten die gar nicht mehr.
Reduziertes Leben...

Unmöglich! Ich hätte keine Freude dran gehabt.
Ich hasse es, keine Kontrolle mehr über mich zu haben!
Und einer musste ja bei klarem Verstand bleiben!

Und überhaupt graute mir vor dem Fusel generell.
Ich konnte einfach nicht verstehen,
wie man sich derartig betrinken konnte!
Mal ein Glas Wein, ja, ok. Das könnte ich sogar genießen...
Aber nicht mit einem stockbesoffenen Mann neben mir!
Da war und blieb meine Kehle staubtrocken.
Da verging mir jegliche Lust auf einen Schluck
eines noch so exquisiten Weines!

Schon aus Angst, ich könnte ebenso enden, wie der da!

Mit den Jahren begann ich, die Feiertage zu verabscheuen.
Ich hatte nichts davon. Mir blieb nur die nackte Angst...
Angst davor, wann und wie er wieder beieinander sein würde,
wenn er nachhause kam,
wie aggressiv er mir und den Kindern gegenüber
wieder sein würde...

Dieser gewisse Moment der Furcht vor der Heimkehr von Pit
war für mich der schlimmste Höhepunkt, dem ich entgegenfiberte,
immer dann, wenn er ausgegangen war.

Doch dieses Abwarten ist falsch!

Lenkt Euch ab, geht aus, genießt das Leben!
Packt Eure Kinder an der Hand und lebt euer eigenes Leben,
hört auf, auf ihn (sie) zu warten...
Das Warten macht mürbe, macht auf Dauer krank!

Trefft Euch mit den anderen, tauscht Euch aus, lacht!
Schließt neue Freundschaften,
geht ins Kino, ins Theater!
Es ist Eurer Leben, lebt es!

Der Säufer braucht Euch nicht wirklich.
Er kommt alleine klar.
Was er braucht, ist seine Pulle.
Sonst nichts!

Macht Euch nichts vor!
Macht nicht mehr mit!