Freitag, 28. August 2009

Ärger vermeiden...

Quelle Foto: www.pixelio.de Fotograf: Georges
Ihr Partner trinkt.

Ob er zuviel trinkt, wissen Sie nicht genau.
Sie haben sich darüber noch keine Gedanken gemacht,
und Sie kennen sich damit auch nicht so gut aus,
mit Alkohol und dem ganzen Drumherum.
Sie wissen ja auch nicht,
wer Ihnen darüber Auskunft geben könnte...
Es ist sehr schwierig, denn Sie möchten nicht darüber reden.

Sie wissen natürlich auch nicht, warum er trinkt.
Und Sie wissen nicht, ob er jemals wieder damit aufhören kann.

Vielleicht wollen Sie es auch nicht so genau wissen?
Möglicherweise fürchten Sie sich vor Veränderungen.
Veränderungen, die dann eintreten, wenn Sie zuviel fragen...

Viele Frauen, die sich nach Liebe und Harmonie sehnen,
vermeiden Fragen. Fragen bringen nur Unruhe ins Haus.
Fragen "verändern" rütteln an der jetzigen Situation.
Fragen fordern etwas - eine Antwort!
Sie stellen alles "in Frage".
Sie können sehr unbequem sein, für den, der gefragt wird,
gefragt wird nach dem "Warum?"

Haben Sie bereits als Kind die Erfahrung gemacht,
dass man besser nicht allzu viele Fragen stellt,
weil Mutter oder Vater dann schnell ungeduldig,
vielleicht sogar böse wurden?

Fragen haben eine unberechenbare Wirkung,
sie könnten etwas "auslösen",
plötzlichen Ärger herbeiführen,
eine ungute Stimmung machen,
die Sie wirklich nicht wollten,
vor der Sie sich regelrecht fürchten.

Und Ärger bringt nur laute Worte,
unliebsame, endlose Diskussionen,
denen Sie möglicherweise nicht gewachsen sind,
weil sie sich nicht gut zur Wehr setzen können,
und Ärger bringt am Ende nur Einsamkeit...

Denn dann geht er,
denn er hat sich über Sie geärgert!
Zur Strafe läßt er Sie wieder alleine,
nützt die Gelegenheit, sich zu betrinken,
sich wieder zu betrinken,
mehr zu trinken als sonst,
und Sie sind mit Ihren quälenden Gedanken
wieder völlig auf sich gestellt,
und davor fürchten Sie sich so sehr,
denn Sie können mit niemandem darüber reden,
was Ihnen Angst macht.

Das Alleinsein, bis er heimkommt,
ist am schlimmsten!

"Besser gleich still sein!"
sagen Sie sich deshalb.
Besser einfach wegsehen
und einfach das Maul halten,
als hilflos und alleine sein, und seine Wut,
die später unweigerlich auf Sie zurück fällt,
und von der Sie nicht wissen,
wie schlimm sie sein wird,
ertragen zu müssen.

Ok, er trinkt.
"Und wenn schon!"
reden Sie sich ein.

"Andere treiben etwas noch viel Schlimmeres!
Beim ihm ist es ja noch nicht so schlimm!
Er hat sich gut im Griff!
Er trinkt oft tagelang gar nichts!
Ja, das kann er problemlos!
Er ist ein guter Mensch, wenn...
ja, wenn er nichts getrunken hat!"

Dann sind Sie stolz auf ihn, stimmts?
Dann sind Sie beruhigt,
fühlen sich wieder ein wenig geborgen,
denn mit ihm steht es noch nicht so schlimm,
es könnte viel schlimmer sein,
und - Sie möchten ja bei ihm bleiben!
Fühlen sich ohne ihn einsam, bestraft, verlassen...

Aber es gibt immer einen Weg!
Und nach dem Weg zu fragen, ist etwas völlig normales!

Viele sind ihn schon gegangen, diesen Weg.

Das Ziel am Ende des Weges lautet: Aufklärung!

Werden Sie wieder wie damals, als Sie noch ein Kind waren:

Fragen Sie!

Lernen Sie aufs Neue, dass Fragen wichtige Türen aufstoßen!
Machen Sie wieder die Erfahrung,
dass Fragen wertvolles Wissen liefern und
völlig neue Möglichkeiten eröffnen!

Es gibt vieles, was Sie nicht wußten und dennoch
dringend wissen sollten,
wenn Ihr Partner trinkt...

Spüren Sie endlich den frischen Wind!

Die wohltuende, neue Brise auf Ihrem neuen Weg,
in Ihrem neuen Leben,
die nur durch simples Fragen
neue, positive Menschen auf den Plan ruft,
Menschen, die Ihnen keine Absage erteilen,
Menschen, die sie so gut verstehen,
und Ihnen gerne helfen wollen,
aus der Einsamkeit dieses Lebens,

an der Seite eines Alkoholkranken

neue Perspektiven zu finden.

Fragen Sie und finden Sie denneuen Weg!

Erst dann können Sie wieder frei entscheiden,
ob Sie diesen neuen Weg weiter beschreiten wollen,

oder nicht...

Ein Versuch ist es wert, oder?
Herzlichst
Marie-Therese

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