Samstag, 31. Januar 2009

Familienkrankheit Alkoholismus - Ursula Lambrou






In diesem Buch erfährt man mehr über die fatalen Verstrickungen und suchtfördernden Verhaltensweisen innerhalb einer Alkoholiker-Familie. Sehr anschaulich und verständlich geschrieben.


Die Sucht, gebraucht zu werden - Melody Beattie

In diesem Buch werden sehr gut die Zusammenhänge zwischen der "Sucht, gebraucht zu werden" und dem Hang, sich einen Süchtigen (z.B. einen Alkoholiker) als Partner zu erwählen, auf anschauliche Weise erklärt.

Freitag, 30. Januar 2009

Ausgegrenzt

Irgendwann habe selbst ich es gemerkt...
Ich, die dauernd mit diesen riesigen Scheuklappen durch die Gegend läuft, wie in einem Hamsterrad, Tag für Tag, ohne weder nach links noch nach rechts zu blicken.

Unsere gesamte Familie wird doch inzwischen ausgegrenzt.
Ich bin sicher: man spricht hinter vorgehaltener Hand über uns.
Doch ich will es nicht wahrhaben. Noch nicht.

Ich gehe auch längst nicht mehr in die Öffentlichkeit mit Pit.
Wie hätte ich dann merken sollen, wie sehr wir schon zu
Außenseiter geworden waren?
Ich vermeide es, mich mit ihm zu zeigen.
Mit Pit auszugehen ist eine nämlich sowas wie eine Mutprobe!

Hat er einiges intus, stellt es sich plötzlich alleine auf die Tanzfläche und fuchtelt mit den Armen herum wie einer, der gerade irgendeinen Anfall durchlebt.
Das nennt Pit dann "Tanzen".
Oh, du mein Gott! Welche Blamage!

Jedoch meistens überspringt er "seinen Auftritt" und ist schon nach kurzer Zeit sternhagelvoll! Irgendwo in einer Ecke musste er sich heimlich Schnaps hinter die Binde gegossen haben.
Er verdreht schon wieder die Augen und sein Kopf sinkt immer weiter in Richtung Tischplatte, bis er schließlich an Ort und Stelle einschläft.

Ich schwanke dann zwischen davonlaufen oder mich verstecken.
Beides ist meistens nicht möglich. Diese "Gesellige Beisammensein-Abende" finden in den meisten Fällen nicht am Wohnort, sondern irgendwo im Umland statt, so dass ich nicht einfach so nachhause gehen kann. Wir besitzen kein Auto. Pit hat keinen Führerschein. Ein Segen, nehme ich an. Also bin ich immer auf die Hilfe von anderen angewiesen, wollte ich mal vorzeitig nachhause. Ein Taxi kommt zu teuer.

So harre ich wohl oder übel aus, höre Pit beim Schnarchen zu.
Manchmal muss ich auch entsetzt miterleben, wenn andere dem schlafenden Pit rabiat auf den Rücken schlagen, um ihn wach zu kriegen. Die Reaktion ist aber immer nur ein Grunzen, tief aus seinem Brustkasten. Dann schläft er weiter für den größten Rest des Abends.
Einige finden das lustig. Sie lachen! Für mich ist sowas eine tiefpeinliche Situation!
"Oh Erde, tue dich auf und verschlinge mich!", wünsche ich mir dann inbrünstig.
Mutter Erde aber läßt mich hängen.

So lerne ich, dass, wenn ich es wage, mit meinem Mann mal wieder was zu unternehmen, ich spätestens ab 9 Uhr abends auf mich alleine gestellt bin. Und nicht nur das.
Ich langweile mich jedesmal zutode! Kein anderer Mann aus dem Verein wagt es, mit mir zu tanzen. Die Frauen ingnorieren mich grundsätzlich. Keine aus dem Verein will sich mit mir unterhalten, obwohl oder gerade deshalb, weil ich im Gegensatz zu ihnen wesentlich jünger und nicht ganz unattraktiv bin.

Traurig begreife ich, dass sich der gesamte Verein von mir distanziert, mir, die völlig unschuldig an der Situation ist. Na klar, denke ich, kein Wunder! Ist auch viel zu kompliziert, sich mit dieser offensichtlichen Alkoholiker-Problematik auseinander zu setzen. Wie gut, dass es uns im Grunde nichts angeht!, denkt doch ein jeder und heute wollen wir uns doch amüsieren und uns nicht mit den Problemen anderer belasten! Und wer weiß, wie der Typ erst reagiert, wenn er unverhofft wieder nüchtern werden sollte?

Und so werde ich mit Pit über einen Kamm geschert. Einfach so.
Mit Pit zusammen ausgegrenzt.
Geächtet. Verachtet. Und was das Schlimmste ist:
Ignoriert!
Ich hätte mich ebensogut neben ihn legen und auch schlafen können.
Der Unterschied wäre nicht aufgefallen!

Sie haben ja recht! Es ist mein Problem!
Menschen sind da mitleidlos.

Selbst schuld, wenn sie sich mit so einem zusammen tut!,
mögen sie vielleicht denken.
Was wissen den die schon! denke ich verbittert.
Keiner ahnt, warum ich so unerschütterlich bei ihm bleibe.

Ich weiß es ja selbst nicht, komme einfach nicht von ihm los, diesem Idioten,
der sich langsam aber sicher zugrunde trinkt und -
den ich immer noch so sehr liebe!

Doch was habe ich davon?
Kriege ich was dafür?
Einen Orden vielleicht?
Was mache ich denn eigentlich noch hier?
Warum bin ich nicht schon längst weg?
Über alle Berge?
Was hält mich noch?

Ich.
Ich mich.
Tausend Zweifel, tausend Gründe um zu bleiben.
Um zu helfen? Um etwas zu ändern?
Um pflichtbewußt zu kontrollieren,
wie weit unten er schon ist...?
Um ihn was? Aufzufangen?

War's das?
Ich bin noch so jung!
Das kann's doch nicht gewesen sein?

Und ich merke, wie ich neben mir sitze und mich selbst bemitleide.
Doch das ändert nichts an meiner Situation.

Ich muss was tun!, denke ich ganz konkret.
Ich w e r d e etwas tun.
Ich werde g e h e n ! beschließe ich grimmig.

Irgendwann...

Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe

LEITBILD

(Quelle: Entnommen aus der Broschüre der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe)


  • Wir setzen auf persönliche Beziehungen.
  • Wir sehen den ganzen Menschen.
  • Wir begleiten Abhängige und Angehörige gleichermaßen.
  • Wir verstehen uns als Selbsthilfegruppen.
  • Wir bekleiten in eine zufriedene Abstinenz.
  • Wir sind für alle Suchtformen offen.
  • Wir leisten ehrenamtliche Hilfe.
  • Wir arbeiten im Verbund der Suchtkrankenhilfe.
  • Wir sind Freundeskreise.




Wesentliche Aufgaben des Bundesverbandes:

  • Interessenvertretung der Freundeskreise, insbesondere gegenüber Behörden und Politik,

  • Begleitung und Beratung der Mitglieder, Koordination der Arbeit der Landesverbände,

  • Zusammenarbeit mit anderen Sucht-Selbsthilfeverbänden
    (wie zum Beispiel Blaues Kreuz, Guttempler, Kreuzbund),

  • Durchführung von Aus- und Fortbildungsseminaren,

  • Schulung von Anleiter/innen zu bestimmten Themenschwerpunkten,

  • Durchführung von Projekten zu aktuellen Themen der Sucht-Selbsthilfe und Bundeskongressen,

  • Information und Öffentlichkeitsarbeit über die Auswirkungen der Suchtkrankheit und das Hilfesystem,

  • Zusammenarbeit mit den Verbänden, in denen der Bundesverband Mitglied ist, wie Diakonisches Werk in Kurhessen-Waldeck, Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe im Diakonischen Werk der EKD (GVS), Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)


Quelle: http://www.freundeskreise-sucht.de/homepage/angeh/sangeh.html









Grundsätzliches:

Generell gilt: Nicht jede Selbsthilfeorganisation ist für jeden geeignet.

Jeder Hilfesuchende stellt in seiner individuellen Situtation andere Ansprüche an die Selbsthilfe. Andererseits bietet nicht jede Selbsthilfeorganisation die gleichen Voraussetzungen und Leitbilder. Erkundigen Sie sich, welche Selbsthilfe für Sie örtlich gut erreichbar ist. Es würde eine regelmäßigen Teilnahme nur unnötig erschweren, wenn Sie erst lange Wege in Kauf nehmen müßten, um zu Ihrer Gruppe zu gelangen. Anschließend machen Sie einen Probebesuch.

Besuchen Sie ruhig verschiedene Selbsthilfegruppen und stellen so fest, wo Sie sich am wohlsten fühlen. Kontaktadressen von einigen Selbsthilfegruppen finden Sie unter dem Punkt "Selbsthilfegruppen"



Sonntag, 25. Januar 2009

KREUZBUND Helfergemeinschaft e.V.


LEITBILD
(entnommen aus der Broschüre "Leitbild" des Kreuzbund)

Der Kreuzbund hat seinen Ursprung in der katholischen Kirche.
Er ist ein katholischer Verband. Die Gründung durch den Pfarrer Joseph Neumann im Jahre 1896 und der Schutzpatron St. Johannes der Täufer begründen diese Tradition.

Die Sorge um Alkoholkranke und ihre Angehörigen hat im Kreubund Tradition und ist bis heute (neben der Medikamentenabhängigkeit) Schwerpunkt und Inhalt der Kreuzbundarbeit.

Im Gegensatz zur ursprünglichen Trinkerfürsorge, verbunden mit Opfergedanken und Opfergesinnung, steht heute die Selbsthife im Vordergrund.

Heute treffen sich bundesweit in 1.450 Kreuzbundgruppen wöchentlich mehr als 15.000 Mitglieder.


Grundwerte

Orientiert am Handeln und Leben Jesu heißt der Kreuzbund jeden willkommen.
Er macht keine Unterschiede in Religion, Hautfarbe, Stand etc.

Der Kreuzbund als Verbandund insbesondere seine Mitglieder sind tolerant;
Gegensätze werden nicht verschwiegen, sondern deutlich gemacht und können nebeneinander bestehen.

Suchtkranke und Angehörige sind Mitglied im Kreuzbund, um sich mit ihrer Betroffenheit auseinander zu setzen. Sie stehen zu ihrer Betroffenheit auch nach außen hin.

Die Gruppe ist der Kern des Kreuzbundes und arbeitet im Rahmen der Gemeinschaft eigenverantwortlich. Im Dialog mit der Gruppe entdeckt das Kreuzbundmitglied seine Fähigkeiten zur Selbsthilfe.

Auf der Grundlage des Gedankens, ein Stück des Lebensweges gemeinsam zu gehen, versteht sich der Kreuzbund auch als Helfergemeinschaft.

Das Kreuzbundmitglied kann nach eigenem Ermessen bestimmen, wann, wo und wie lange es die Gruppe besuchen und dem Kreuzbund angehören will.

Alle Bemühungen der Gemeinschaft verfolgen das Ziel von "Abstinenz und Zufriedenheit" sowie "Entfaltung der Persönlichkeit" für alle Mitglieder.

Das Angebot des Kreuzbund

Der Kreuzbund ist offen für alle Menschen; spezialisiert ist er auf Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit.

Die Mitglieder unterstützen einander als "Weggefährten" durch aktive Lebenshilfe auf dem Weg zu Abstinenz und Zufriedenheit.



Was ich über den KREUZBUND weiß:

Die Kreuzbund-Gruppen sind "gemischte" Gruppen, d.h. sie werden von Betroffenen sowie auch von Angehörigen besucht, wobei diese nicht unbedingt aus einer Familie kommen (müssen).

Angehörige können natürlich auch in die Gruppe kommen, wenn "ihr" Betroffener nicht mitkommen möchte, weil er auf seinem Weg in die Trockenheit noch nicht so weit ist. Umgekehrt kann ein Betroffener auch ohne "seine" Angehörigen die Gruppe besuchen.

Die Struktur der Gruppen ist sehr verschieden. Es sind alle Altersklassen vertreten. Mancherorts gibt es auch Kinder-, und Jugendgruppen und Mutter & Kind-Gruppen.

Am besten ist es, man erkundigt sich vorab einfach telefonisch bei einer der Kreuzbund-Kontakttelefonnummern oder besucht direkt eine der Infogruppen, in denen man in den Kreuzbund "hineinschnuppern" und sich ein Bild von der Gruppenarbeit machen kann.

Wir treffen uns 14 -tägig. Es gibt jedoch auch wöchentliche Gruppen.
In unseren Gruppen wird nicht ununterbrochen nur vom Trinken, Trockenbleiben oder Rückfällen gesprochen. Wir sprechen aber ausführlich über diese Themen, wenn ein Anlaß dafür gegeben ist, d.h., wenn ein oder auch mehrere Gruppenmitglied darüber sprechen möchten. Ansonsten berichtet jeder über die Themen, die ihn bewegten in der Zeit zwischen den Gruppentreffen.


Grundsätzliches:

Generell gilt, dass nicht jede Selbsthilfeorganisation für jeden geeignet ist.
Jeder Hilfesuchende stellt in seiner individuellen Situtation andere Ansprüche an die Selbsthilfe.
Andererseits bietet nicht jede Selbsthilfeorganisation die gleichen Voraussetzungen und Leitbilder.

Erkundigen Sie sich, welche Selbsthilfe für Sie örtlich gut erreichbar ist. Es würde eine regelmäßigen Teilnahme nur unnötig erschweren, wenn Sie erst lange Wege in Kauf nehmen müßten, um zu Ihrer Gruppe zu gelangen. Anschließend machen Sie einen Probebesuch. Besuchen Sie ruhig verschiedene Selbsthilfegruppen und stellen so fest, wo Sie sich am wohlsten fühlen.

Kontaktadressen von einigen Selbsthilfegruppen finden Sie unter dem Punkt "Selbsthilfegruppen"

Freitag, 23. Januar 2009

Torkelt ein Betrunkener zu einem Polizisten

Was ist der Unterschied zwischen einem Kamel und einem Beamten?
Das Kamel kann sieben Tage arbeiten, ohne zu saufen ...

Torkelt ein Betrunkener zu einem Polizisten und fragt mühsam: „Ach bitte, haben Sie einen kleinen Hund gesehen?“
Der Beamte verneint: „Nee!“
Da wundert sich der Betrunkene: „Merkwürdig, wie lange sind Sie schon bei der Polizei?“
Wachtmeister: „Na, zehn Jahre sicher!“
Staunt der Betrunkene: „Soso, zehn Jahre bei der Polizei und hat noch keinen kleinen Hund gesehen!“

Der eheliche Kommentar nach der Party auf dem Heimweg: „Du hast mal wieder ein Blech geredet. Ich kann nur hoffen, dass niemand mitgekriegt hat, dass du nicht betrunken warst.“

Ein Betrunkener kommt zum Standesbeamten. „Wollte nämlich fragen, meine Herren, ob man hier bei Ihnen, meine Herren, eine Geburtsanzeige entgegennimmt.“
„Jawohl!“ antwortet der Standesbeamte.
Der Betrunkene: „Wunderbar! Dann schreiben Sie, bitte, meine Herren: Ich habe heute morgen Zwillinge bekommen. Nicht direkt ich, sondern meine Frau. Zwei Stück Zwillinge, meine Herren! Schreiben Sie, bitte, meine Herren!“
„Gratuliere!“ sagt der Standesbeamte, „aber warum sagen Sie denn immer ‚meine Herren’ zu mir? Ich bin doch nur einer.“
Der Betrunkene: „Was? Sie sind nur einer? Dann schreiben Sie noch nicht Zwillinge, ich will lieber erst noch mal nachsehen.“

„Jetzt fummeln Sie schon zehn Minuten an dem Türschloss herum, das kann doch nicht Ihr Haus sein!“ sagt der Polizist zu dem angetrunkenen Nachtschwärmer.
„Doch, doch, meine Frau hat mir schon zwei Eimer Wasser übergossen! Den Schwung kenn’ ich.“

Wir sind nicht nur verantwortlich

für das was wir tun,

sondern auch für das,

was wir nicht tun.


Moliére

Mittwoch, 21. Januar 2009

Hände weg vom Steuer!

Polizist: „In Ihrem Zustand heißt die Devise: Hände weg vom Steuer!“
Betrunkener Autofahrer: „Was, wenn ich blau bin, soll ich auch noch freihändig fahren?“

Der Fuchs kommt in den Wald und sieht den Bären, das Eichhörnchen und den Hasen stockbesoffen in der Sonne liegen. „Hey“, schimpft der Fuchs „ihr wisst genau, wir Tiere im Wald wollen keine Alkoholiker!“ Betroffenheit bei den Dreien: „Ja, tut uns voll leid, kommt nie wieder vor.“
Am nächsten Tag kommt der Fuchs wieder in den Wald. Dem Bären geht’s ganz beschissen, dem Eichhörnchen genauso, übel verkatert, nur der Hase liegt schon wieder haubitzendicht mit einer Whisky-Flasche in der Sonne. „Hase, was hab ich dir gesagt? Wir Tiere im Wald wollen keine Alkoholiker!“
„Ja, sorry“, lallt der Hase „morgen wird alles besser.“
Am nächsten Tag kommt der Fuchs wieder, der Bär ist wieder topfit, sammelt Honigtöpfe, das Eichhörnchen quicklebendig, sammelt Haselnüsse. Nur der Hase ist nicht mehr da. Der Fuchs fängt an ihn zu suchen, und kommt an einen Teich vorbei in dem ein Bambusrohr steckt.
Das kommt dem Fuchs komisch vor und er zieht es aus dem Teich - unten dran hängt der Hase mit einer Tequila-Flasche, sternhagelblau.
„Hase!“ schreit der Fuchs, „wie oft soll ich’s dir noch sagen? Wir Tiere im Wald wollen KEINE Alkoholiker!“
Darauf lallt der Hase: „Was ihr Tiere im Wald wollt, ist uns Fischen im Teich scheiß egal.“

Ein betrunkener Landstreicher geht über einen Friedhof. Plötzlich stolpert er und fällt in eine offene Gruft. Er schreit und ruft um Hilfe. Niemand hört ihn. Nach einer Stunde kommt der Friedhofswärter vorbei und hört das Stöhnen und Fluchen des Landstreichers. Er schaut in die offene Gruft, sieht den Mann liegen und sagt: „Hör auf zu jammern, bist selbst schuld, dass man dir die Kiste geklaut hat.“

Sonntag, 18. Januar 2009

Ihre letzte Blutprobe hat sich verflüchtigt

Zwei Goldfische im halbvollen Glas:
Sie zu ihm:
"Mit Deiner Sauferei werden wir hier noch verrecken!"

Am Aschermittwoch finden Polizeibeamte einen Betrunkenen in der Gosse und befördern ihn schleunigst ins Krankenhaus. Als man dort zwecks Untersuchung dem Mann den Mantel aufknöpft, findet man ein Schild, das um seinen Hals hängt. Darauf steht: „Sehr geehrter Herr Doktor, ich bin nichts als besoffen. Bitte lassen Sie mich meinen Rausch ausschlafen, und operieren Sie nicht. Man hat mir schon zweimal die Gallenblase entfernt!“

„Herr Ober, ich habe zuviel getrunken. Bringen Sie mir etwas, das mich wieder nüchtern macht.”
„Wie Sie wollen, hier ist die Rechnung.”

Die 5 Sinne des Mannes:

1. Fort Gehen.
2. Fremd Gehen.
3. Saufen Gehen.
4. Nicht Nach Hause Gehen.
5. An Den Arsch Gehen.

Der Arzt erklärt dem Patienten mit besorgter Miene: „Sie müssen unbedingt mit dem Trinken aufhören. Ihre letzte Blutprobe hat sich verflüchtigt, bevor ich sie untersuchen konnte!“

Was ist der Unterschied zwischen Männern und Schweinen?
Schweine verwandeln sich nicht in Männer, wenn sie betrunken sind.

Dieter sieht in der Kneipe einen Gast, der sich den Schnaps vom Kellner in den Mund kippen lässt. „Was soll denn das?“, fragt er.
„Seit meinem Unfall mach ich das so!“
„Unfall?“
„Ich hab mal einen Doppelten mit dem Ellbogen umgestoßen.“

Samstag, 17. Januar 2009

Er schlägt sie?

Ich zog mit meinen Kindern in ein Haus mit sechs Parteien. Durchwegs nette Leute. Netter Kontakt, im Treppenhaus, im Garten...
Wir fühlten uns wohl. Bis, ja, bis in der Kellerwohnung ein Mann einzog. Lebt wohl alleine, dachte ich und einige Wochen nahm man ihn gar nicht wahr, unter uns. Die Wohnung war wie unsere, nur eben mit Terrasse.

Unsere Katzen machten sich zur Gewohnheit, vom Garten aus einfach hineinzuspazieren in seine Wohnung.
"Es macht mir nichts aus! Lassen sie nur!", meinte er und lächelte freundlich, als ich mich dafür entschuldigte.
Ich wollte keinen näheren Kontakt zu ihm. Ich hatte schon so Probleme genug.

Es paßte mir gut, dass er ebenfalls auf keine weitere Konversation aus war.
"Geben sie ihnen nur nichts, dann verschwinden sie auch wieder!", riet ich ihm abschließend und ging wieder. Das fehlte noch, dass ich täglich in seine Wohnung müßte, um die Miezen einzusammeln!

Dann, eines Tages zog ein weibliches Wesen bei ihm ein, brachte auch einige Möbel mit. Keine Schönheit. Gigantischer Hintern!, bemerkte ich und verglich ihn heimlich mit meinem eigenen. Da komme ich ja noch gut weg, überlegte ich erleichtert.

Sie war sehr schüchtern, konnte einem kaum ins Gesicht schauen. Auch gut, dachte ich. Ich war nicht der Typ, der sich aufdrängte.

Eines Nachts, die Kinder schliefen bereits, ich saß vor dem Fernseher, guckte irgendeinen einen bedrückenden Horrorstreifen, ging es unvermittelt los: Lautes Geschrei, Weinen, klatschende Geräusche, die ich zunächst nicht einordnen konnte. Im ersten Moment ordnete ich sie den Filmgeräuschen zu, als mir plötzlich bewußt wurde, dass das Theater tatsächlich von unten kam!

Mein Gott! Was ist das denn nun?, erschrak ich und mein Herz begann dumpf zu hämmern. Was treiben die da unten? Nur Streitigkeiten waren das nicht mehr! Da waren echte Handgreiflichkeiten mit im Spiel!

Ich ging leise auf den Flur hinaus, öffnete die Wohnungstüre und lauschte in das Treppenhaus hinaus, um sicher zu gehen. Eindeutig! Er schlug sie! Zweifellos! Mein Herz raste inzwischen, als ginge es um mein Leben!

Da kamen böse Erinnerungen in mir hoch, Erinnerungen aus meiner Kindheit, aus meiner Ehe, die gerade eben hinter mir gelassen hatte. Es geht dich doch nichts an!, rief ich mich zur Vernunft!

DOCH! ES GEHT MICH WAS AN!

Wie war das noch vor nicht allzu langer Zeit? Auch mir hatte niemand geholfen, als Pit auf mich losging, mir die Kleider vom Leib gerissen und mich verletzt hatte! Die Hausbewohner hatten sich sehr schön aus den Unannehmlichkeiten herausgehalten. Und immerhin: bei mir waren Kinder anwesend!

"Nein! Nicht!", tönte es von unten. Lautes Klatschen und Getrample quer durch die ganze Kellerwohnung war zu vernehmen. Die anderen über mir und die von gegenüber rührten sich nicht.

Meine Kinder schliefen tief und fest, trotz des langsam immer mehr anschwellenden Lärms.

Jetzt reichts! Wutentbrannt griff ich mit zitternden Händen zum Telefon, rief die Polizei. Kurz schilderte ich die Situation und der Beamte hörte die Geräusche sogar noch durchs Telefon! Fünf Minuten später stand die Streife vor der Tür, läutete zuerst bei mir.
"Ungeheuerlich! Ich kann es nicht mehr hören! So tun sie doch was!", flehte ich den Streifenpolizisten an.
"Ja, ja, das tun wir schon. Geben sie uns nur kurz Ihre Personalien, für unseren Bericht, wissen sie!"

Dann gingen sie die Treppe runter, läuteten an der Wohnungstür. Plötzlich war es totenstill.
Keiner öffnete. Der Beamte klopfte lauter an die Türe: "Machen sie bitte auf, hier ist die Polizei!"

Und wer kam an die Türe? Sie!
"Jaaaaa? Was ist denn?", hörte ich ein leises, erstaunt klingendes Stimmchen.

Das darf doch wohl nicht wahr sein, durchzuckte es mich!
Sie fragt noch, was denn wäre? Die hat Nerven! Ich konnte es nicht fassen!

Ermahnungen an ihn, der offenbar nur sehr zögerlich zur Türe kommen wollte, erfolgten. Leises Gemurmel, Beteuerungen.

Ich zitterte, mein Herz klopfte noch immer wild vor Empörung!
Der tut ja, als wäre nichts gewesen!
Ungeheuerlich! Im wahrsten Sinne des Wortes!

Die beiden Beamten kamen wieder die Treppe herauf, mein fragender Blick sprach wohl Bände.
"Er hat sie angeblich nicht angerührt.", meinte der Polizist mit einem schiefen Lächeln. Ich wußte, was er meinte. Er kannte das sicher schon zur genüge.

"Bis zum nächsten Mal, gute Nacht!", verabschiedete er sich von mir.
Ich wußte, er würde recht behalten.

Und ich ging zurück zu meinem Fernseher. Der Horrorstreifen lief noch. Im Vergleich dazu war der das reinste Lustspiel!

Ich ging zu Bett. Die halbe Nacht habe ich kein Auge mehr zugetan. Vor meinem inneren Auge stieg meine Kindheit wieder auf. Genau wie damals lag ich im Bett und lauschte auf die heftigen Streitigkeiten meiner Eltern aus dem Erdgeschoß.

Nur andere Menschen - die selbe Situation, wurde mir jetzt bewußt. Deshalb das Herzklopfen. Als wäre ich wieder das Kind von damals!

Ich holte tief Luft.
Ich mußte es abschütteln.
Es ging mich im Grunde nichts an...

Freitag, 16. Januar 2009

Beginne mit dem, was notwendig ist,
dann tue dein Möglichstes,
und plötzlich wirst du
das Unmögliche vollbringen.


Franz von Assisi

Obdach-los

Ich musste jeden Tag die U-Bahn nehmen, überquerte
dabei zwangsläufig einen unterirdischen Platz,
von dem aus man zu den unterschiedlichen
Fahrtrichtungen und Bahnsteigen gelangte.
Hätte ich einen anderen Weg nehmen können,
ich hätte es getan.
Der Grund waren die Obdachlosen.

Da saßen sie wieder, an der rechten, gefliesten Wand entlang,
immer die Gleichen. Einige waren mir schon vom Sehen her
bekannter als andere. Ich ging automatisch schneller.
Gänsehaut überlief meinen Rücken.
Zwiespältige Gefühle überkamen mich.
Im Grunde fürchtete mich irgendwie vor ihnen, vor dem,
wie sie leben. Sie machten mir einfach Angst
mit ihrem lauten Gegröle, ihren großen, meist schwarzen Hunden,
die nicht selten wegen einem versehentlich zu Boden fallenden Bissen
direkt aufeinander losgingen.
Dennoch übten diese Menschen eine eigenartige Anziehung
auf mich aus. War es die Freiheit, die sie für sich selbst
in Anspruch nahmen, die Unabhängigkeit, die Fähigkeit,
sich abgenabelt zu haben vom Rest der Welt,
die weiterhin so sittsam ihren Lauf nahm und besser
ignorierte, dass es sie gab –
die „Penner“, die sich keiner Ordnung beugten?
Allen Widrigkeiten zum Trotz
tapfer ihre Stellung hielten, draussen.

Doch war es wohl nur Mitleid, das ich für sie empfand
und anschließend Beschämung darüber, dass Menschen
bei uns so leben müssen. Wo ist denn da unser Staat?
Warum hilft ihnen denn keiner?
Mir wurde schlecht. Ich hatte im Grunde nur Angst davor,
dass auch mich solch ein Schicksal ereilen könnte...

Ich sah kurz hinüber zu ihnen, mein flüchtiger Blick
schweifte über fast leere Schnapsflaschen,
schmuddelige Plastiktüten, Essensreste, zerrissene Klamotten.
Der eine hatte seine verbeulten Schuhe ausgezogen und zupfte nun
an seinen löchrigen Socken herum, so, als müsse er um das fürchten,
was sich darunter befand. Kantige Füße mit krummen, blau angelaufenen
Zehen kamen zögernd zum Vorschein. Der Typ direkt daneben sah ihm zu
und drehte sich mit zittrigen Fingern eine dünne, krumme Zigarette aus den
letzten Tabakbröseln, die sein Beutel noch hergab.

Ich versuchte mir vorzustellen, wie es sein mochte, so zu leben.
Tagsüber würde es noch einigermaßen erträglich sein, überlegte ich.
Doch wenn die Nacht kam, wo blieben sie dann alle? Wo schliefen Sie?
Gab es für sie so was wie Abendbrot?
Wo blieben sie im Winter, bei dieser unbarmherzigen Kälte der Strasse.
Lagen sie auf verschneiten und eisverkrusteten Böden oder Parkbänken...

Ein dumpfer Druck machte sich jedes Mal bei diesen Überlegungen
in der Magengegend bemerkbar, die körperliche Reaktion auf den
ohnmächtigen Wunsch, diese Ungerechtigkeit ändern zu können,
es einfach nicht mehr zuzulassen, dass es so etwas bei uns gab.
Aber gab es nicht noch weitaus schlimmeres Unrecht auf dieser Welt?
Unrecht, an dem wir ebenfalls vorbeigehen, vorbeisehen, vorbeihören,
es schön reden, und nichts daran ändern wollen, ändern können,
ging es mir durch den Kopf.

Doch wer war ich, dass ich hätte Einfluss nehmen können
auf das Leben dieser Menschen? Was hätte ich denn für sie tun können?
Ich? Die manchmal mit ihrem eigenen, simplen, kleinen Leben
nicht zurande kam, wollte andere auf den „rechten Weg“ bringen?
Da war es wieder, mein Helfersyndrom!

Sie waren ihr Obdach-los-geworden, lebten draußen, ungeschützt,
unerwünscht, unwillkommen, und dennoch frei und unabhängig.
Eine Freiheit und Unabhängigkeit, von der wir, die wir bis über
beide Ohren im schützenden Mäntelchen unserer geordneten
Zivilisation stecken, nichts erahnen.

Die dort haben irgendwann das Beste daraus gemacht,
aus dem Ausgestoßen-sein, dem Unerwünscht-sein,
dem Mittellos-sein, dem Nicht-versichert-sein, dem Heimatlos-sein...

„Verdammt! Es sind Menschen, wie wir!“, denke ich und ich beschließe,
etwas zu tun für sie. Bei der nächsten Gelegenheit, nehme ich mir vor,
und langsam gehe zu meinem Bahnsteig, damit ich meine U-Bahn nicht versäume...

Dienstag, 13. Januar 2009

Zwei Betrunkene torkeln die Bahngleise entlang

Polizeikommissar Hechtheimer stoppt einen offensichtlich stark angetrunkenen Autofahrer.
„Mein Herr, Sie sind Schlangenlinien gefahren. Stellen Sie sich freiwillig einem Alkoholtest?“
„Aber sicher, Herr Wachtmeister, in welcher Kneipe fangen wir an?“

„Heute war ich mit einem Freund in der Kirche. Auf einmal zündet der sich eine Zigarette an. Ich konnte es nicht glauben! Raucht der einfach eine Zigarette in der Kirche! Vor Schreck wäre mir fast mein Bier aus der Hand gefallen!“

Zwei Betrunkene kommen aus einem Lokal. Sie setzen sich in ihr Auto und wollen nach Hause fahren. An der nächsten starken Biegung werden sie aus der Kurve getragen. Der Wagen überschlägt sich. Die beiden werden herausgeschleudert und landen auf einer Wiese. Da fragt der eine Betrunkene: „Hast du was abgekriegt?“
„Nee, wieso“, sagt der andere, „hat jemand einen ausgegeben?“

Zwei Betrunkene torkeln die Bahngleise entlang. „Mann, die Treppe nimmt ja kein Ende“, japst der eine.
„Und das Gelände ist so niedrig, mir tut schon der Rücken weh“, keucht der andere, „aber hey, da hinten kommt endlich der Fahrstuhl.“

Der Wirt eines kleinen Dorfgasthauses tritt zu einem auswärtigen Gast an den Tisch. „Nun, mein Herr“, fragt er, „wie finden Sie meinen selbstgebauten Wein?“
„Hm“, meint der Gast nach einem Probeschluck, „ein bisschen Öl daran und das Ganze über einen schönen Salat gegossen - ich muss sagen, das wäre gar nicht schlecht.“

Sonntag, 11. Januar 2009

Die ist völlig weggetreten...

Ich arbeitete als junge Frau in einer Nervenklinik. Dort gab es auch Alkoholiker unter den Patienten. Die meisten kamen nur kurz zur Entgiftung und verschwanden nach sechs Wochen wieder. Keiner wusste, was aus ihnen geworden ist. Jeder vom Pflegepersonal machte sich darüber so seine eigenen Gedanken. Wir wussten aus Erfahrung, dass der Großteil von ihnen irgendwann wieder hier eingeliefert werden würde, mehr oder weniger am Ende.

An eine alkoholkranke Patientin erinnere ich mich jedoch noch heute, denn sie hat mich gepflegt!

Ja! Sie haben richtig gelesen! Ich habe als junge Krankenschwester auf der Station gearbeitet, wo sie eingeliefert wurde. Sie war völlig am Ende! Eine echte "Schnapsdrossel"! Über hundert Dornkaat-Flaschen hatte man in ihrer Wohnung gefunden, als Nachbarn den Notarzt gerufen hatten. Tagelang hatte sie niemand mehr vor die Türe gehen sehen. Sie war Lehrerin von Beruf. Langes schwarzes Haar, bleiche, wächsern wirkende Haut. „Wie Schneewittchen!“, schoss es mir durch den Kopf, als ich sie zum ersten Mal sah. Nur die Lippen waren nicht "rot wie Blut", sondern schimmerten bläulich. Als wäre sie bereits tot, schoß es mir durch den Kopf, als ich in ihr schmales Gesicht blickte. Sie war sehr groß, wirkte geradezu grotesk, wie sie klapperdürr auf dem frisch bezogenen Bett lag, das weiße Krankenhausnachthemd hing an ihr, als würde darunter kein lebender Mensch sondern ein Holzgestell liegen. Ich konnte keine Wölbung einer Brust unter dem dünnen Baumwollstoff erkennen. Der Alkohol hatte sie schrecklich abmagern lassen. Statt dessen ragten die Schlüsselbeine eckig aus den Schultern. Sie musste einst schön gewesen sein. Davon zeugten die großen, von schwarzen, langen Wimpern und dunklen Augenringen umrandeten, braunen Augen. Sie dominierten in dem bereits sehr hohlwangigen Gesicht. Die meiste Zeit jedoch waren sie vor Erschöpfung geschlossen. Die Patientin befand sich im Delirium, letztes Stadium bei Alkoholikern, war nicht ansprechbar. Man erzählte sich, ein verheirateter Kollege hätte sie vor nicht allzu langer Zeit geschwängert und sie hernach gezwungen, abzutreiben. Daraufhin hat er sie sitzen lassen, tuschelten die Kollegen, die sie als Lehrkraft aus dem Ort kannten, wo sie zuletzt unterrichtet hatte.

Ihr Bett stellten sie gleich neben eine Durchgangs-Schwingtüre, die von einem Saal zum anderen führte, rechts in die Ecke. Dort hatte man sie im Blick, konnte stets ein Auge auf sie habenfalls es dramatisch werden sollte mit ihr. Sie begann bereits, heftig zu fantasieren, schlug wild um sich, weinte und schrie laut auf, behauptete, Spinnen würden über ihr Bett kriechen. Man konnte ihr Gewimmer nur sehr schlecht verstehen. Rückwärts stemmte sie sich gegen das Kopfteil ihres Krankenbettes und robbte regelrecht an der Wand hoch vor Angst vor dem vermeintlichen Getier mit weit aufgerissenen Augen und hochgezogenen Augenbrauen. Ich folgte ihrem Blick, neugierig, das zu sehen was sie sah. Doch ich konnte nichts entdecken! Sie sehen immer das, wovor sie sich am meisten gruseln, sagten mir die Kolleginnen. Sie mussten es wissen, hatten schon genug von der Sorte erlebt. Man gab ihr schließlich ein sehr starkes Beruhigungsmittel. Sie schlief. Aber nur kurz. Dann ging der Wahn von vorne los. Schweißperlen glitzerten auf ihrer Stirn und das lange schwarze Haar klebte ihr in Strähnen im Gesicht. Ich holte einen Waschlappen, wischte ihr über die Stirn und hob sie wieder zurück ins Bett, was keine allzu große Anstrengung bedeutete. Sie wog etwas soviel, wie eine Zehnjährige. Ständig drohte sie heraus zu fallen. Da band man sie an weichen gepolsterten Lederriemen jeweils mit der linken Hand und dem linken Fußgelenk ans Bett. Schließlich durfte sie sich in einem unbeobachteten Augenblick nicht noch selbst Schaden zufügen, indem sie aus dem Bett stürzte und sich womöglich noch verletzte. Trotzdem schaffte sie es, das Bett von der Stelle zu rütteln und sich selbst bis zu zwanzigmal über den rechten Bettrand zu hieven. Ihr Handgelenk war bereits rot unterlaufen, während ihr rechter Arm und ihr rechtes Bein bis über den Rand hinaus baumelten. Das Hemd bedeckte den dürren, gepeinigten Körper schon lange nicht mehr. Sehr schnell merkte ich, dass da nur eines half: Immer wieder zurück ins Bett heben und erst gar nicht mitzählen, wie oft! Die ersten zehn Mal etwa bemerkte ich keine Reaktion. Doch irgendwann da sah sie mich an. Zumindest versuchte sie es und ihr wirrer Blick suchte mein Gesicht. Wieder kam der gnädige Waschlappen und wischte ihr Schweiß und Strähnen aus dem Gesicht. Sie schloss die Augen und genoss die Geste der Reinigung. Langsam wurde sie ruhiger und irgendwann konnte sie sogar einschlafen. „Sie kriegt das alles gar nicht mit!“, beschwichtigte mich meine Kollegin. „Mach dir keine Gedanken darüber, iss nun mal so!“ Trotzdem setzte ich meine Pflege fort und baute die „Wache“ über „Schneewittchen“ geschickt in meine täglichen Gänge und Pflichten mit ein.
Und schon bald erwachte sie aus ihrem Delirium und fing an zu sprechen und zu essen. Traurig stellte ich fest, dass sie nur noch wenige Zähne im Mund hatte. Der Alkohol hatte wahren Raubbau an ihrem eigentlich noch nicht alten Körper verübt. Sie musste erst um die 35 Jahre alt gewesen sein. Sie fragte mich nach meinem Namen. Fortan ließ sie keine Gelegenheit aus, mich beim Namen zu nennen und nun bot sie mir ihre Hilfe an, wo immer sie konnte mit den bescheidenen Mitteln, die einer Patientin in ihrer körperlichen Verfassung zur Verfügung standen. Ich musste lächeln. Hatte sie doch noch immer genug mit ihrer eigenen Genesung zu tun.

Doch da wurde ich unvermittelt krank. Eine schwere Grippe packte mich mitten im Nachtdienst. Eine fürchterliche Übelkeit und peinigende Schwindelattacken suchten mich heim. Obwohl ich nach Hilfe rief und die Schwester Oberin von meinem Zustand unterrichtete, wollte die mir nicht glauben. „Jetzt haben sie sich schon mal zum Nachtdienst einteilen lassen, jetzt machen sie ihn auch gefälligst fertig, mein Fräulein!“, schnauzte sie mich am Telefon an. Von Stunde zu Stunde erging es mir schlechter. Zusehends verfiel ich in einen Dämmerschlaf und bekam vom Stationsgeschehen nichts mit und – ich war alleine! Ich wagte nicht daran zu denken, was während meiner Unfähigkeit, meinem Dienst nachzugehen, alles geschehen konnte. Doch ich rechnete nicht mit „Schneewittchen“! Sie übernahm das Regiment. Tat sich mit noch zwei anderen kräftigen Patientinnen zusammen und „schmiss“ die Nachtschicht. Ganz nebenbei kümmerte sie sich rührend um mich, hielt mir die Nierenschale unter die Nase und wischte mir die Stirn – gerade so, wie ich es getan hatte, als sie im Delirium gewesen war. „Keine Sorge, Schwester Marianne! Ich bin bei Ihnen! Ich habe nicht vergessen, dass sie mir auch die Stirn gewischt und mich mindestens tausendmal ins Bett zurück gehoben haben!“

Seitdem bin ich überzeugt, dass jede gute Tat, und mag sie noch so gering und beiläufig erscheinen, weder unbemerkt oder ungedankt bleibt.

Wie viel Bier trinken Sie eigentlich so am Tag?

Fragt der geknickte Ehemann seine Frau: „Wie hast du eigentlich gemerkt, dass ich gestern Abend betrunken war, als ich nach Hause kam?“
„Na, ist doch klar! Wenn du versuchst, der Kuckucksuhr und dem Papagei gleichzeitig das Singen beizubringen!“

Detlef fährt im Zickzackkurs mitten in eine Polizeistreife. Der Beamte tritt an seinen Wagen und sagt: „Kommense raus, jetzt wird geblasen!“
Kichert Detlef: „Achott, achott, was wird man bei euch verwöhnt!“

„Wie viel Bier trinken Sie eigentlich so am Tag?“
„So sieben bis acht Flaschen!“
„Ich könnte nicht einmal soviel Wasser trinken!“
„Das könnte ich auch nicht!“

Ein Mann kommt in die Bar und bestellt sechs doppelte Wodka. „Sie müssen aber einen beschissenen Tag hinter sich haben“, meint der Barkeeper.
„Ja, ich habe gerade erfahren, dass mein großer Bruder schwul ist.“
Am nächsten Tag kommt der Typ wieder in die Bar und bestellt dasselbe. Als der Barkeeper fragt, was heute das Problem ist, antwortet er: „Ich hab gerade erfahren, dass mein kleiner Bruder auch schwul ist.“
Am dritten Tag bestellt er wieder sechs doppelte. „Scheiße, Mann“, sagt der Keeper, „steht in Ihrer Familie denn gar niemand auf Frauen?“
Meint der Typ: „Doch, meine Frau“.

Zwei angesäuselte Herren stehen kurz vor der Polizeistunde noch an der Bar. „Ich habe eine Idee“, sagt der eine, „wir trinken noch einen und dann suchen wir uns zwei tolle Frauen.“
„Nee“, sagt der andere, „ich habe zu Hause mehr, als ich verkraften kann.“
„Gut, dann trinken wir noch einen und gehen dann beide zu dir!“

Freitag, 9. Januar 2009

Darf ich wirklich keinen Alkohol trinken?

Kurt fragt seinen Arzt: „Und ich darf wirklich keinen Alkohol trinken?“
„Nein, das sagte ich ihnen doch bereits vor zwei Wochen.“
„Na ja, ich dachte, die Wissenschaft hätte in der Zwischenzeit Fortschritte gemacht.“

„Bei uns kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch!“
„Bei uns daheim auch nicht, wenn wir vorsichtig einschenken!“

Ein Mann kommt spät abends aus seiner Stammkneipe nach Hause. Durch den Lärm wacht seine Frau auf und fragt, was er für einen Lärm macht. Er: „Die Schuhe sind umgefallen.“
Sie: „Das macht doch nicht so einen Krach!“
Er: „Ich stand noch drin!“

Ein Mann kommt in die Wirtschaft und bestellt drei Bier, drei Korn. Fragt ihn der Wirt: „Warum bestellen Sie drei Bier und drei Korn?“
Sagt der Mann: „Wissen Sie, wir waren drei Kriegskameraden und haben uns geschworen, immer drei Bier und drei Korn zu bestellen.“
Eine Woche später kommt der Mann wieder. Diesmal bestellt er zwei Bier, zwei Korn. Fragt der Wirt: „Jetzt ist wohl einer Ihrer Kriegskameraden gestorben?“
„Nein“, sagt der Mann, „aber mir hat der Arzt das Trinken verboten.“

Haben Sie ein Viertelstündchen Zeit für mich?

Der erste Gast wankt morgens in die Bar und will einen Kaffee haben. „Das nützt nichts“, sagt die hübsche Bedienung. „Sie müssen mit dem anfangen, womit Sie aufgehört haben.“
„Okay, Fräulein“, sagt da der Gast, „haben Sie ein Viertelstündchen Zeit für mich?“

Eine Blondine bestellt in einer Kneipe einen Cognac, mit dem sie sich auf die Toilette begibt. Nach einer Minute kommt sie heraus, und bestellt noch einen. Mit dem geht sie wieder auf die Toilette, kommt nach einer Minute heraus, bestellt noch einen. Das geht so fünf Mal.
Dann wird sie von einer Frau angesprochen, die dieses Treiben schon eine Weile beobachtet: „Ähm, sag mal, warum gehste denn immer mit `nem Schnaps aufs Klo?“
Darauf die Blondine: „Meine Freundin hat gesagt, dass ich mir nach dem Streit mit Günter erst mal einen hinter die Binde kippen soll!“

Der Nachtwächter einer Firma liegt betrunken in einem Graben außerhalb des Firmengeländes.
Ein Arbeiter der Frühschicht entdeckt ihn und fragt:
„Was suchst du denn im Graben, Kollege?”
„Pst!”, macht der Nachtwächter. „Siehst du nicht, dass ich hier auf der Lauer liege?”

Zwei Polizisten finden vor einer Haustür einen Betrunkenen am Boden: „Name?“
„Meier!“ lallt der.
„Adresse?“
„Alleestraße 4, dritter Stock.“
Die Polizisten schauen auf die Haustür - die Adresse stimmt - nehmen den Mann, tragen ihn ins Treppenhaus, drei Etagen hoch, Tür auf rein.
Als sie wieder herunterkommen, liegt in der Haustür wieder ein Mann, der die gleichen Angaben wie der andere Mann macht. Nachdem sie auch diesen Betrunkenen hochgeschafft haben, finden sie unten noch einen: „Heißen Sie etwa auch Meier?“
„Hm!“
„Ja, säuft denn bei Ihnen die ganze Familie?“
„Was heißt saufen? Mir ist schlecht. Ich weiß gar nicht, warum Sie mich dauernd den Fahrstuhlschacht hinunterwerfen!“

Mittwoch, 7. Januar 2009

Zwei Zechbrüder torkeln nachhause. Der Mond scheint. Beide bleiben stehen und glotzen versunken in den nachtschwarzen Himmel. Der eine meint:
"Der Mond sch..sch..scheint heute so bläulich!"
Der andere: "Nein, ich sage: er scheint rötlich!"
Daraufhin der andere wieder: "Quatsch! Bläulich!"
"Nein! Rötlich"
So gehts eine Weile hin und her. Da kommt ein Wachtmeister auf Rundgang vorbei. Die beiden fragen ihn: "Schön'n gut'n Abend, Herr Wachtmeister! Mal ne Frage: Scheint der Mond nun heute bläulich oder eher rötlich?"
Der Wachmann stutzt: "Welchen meint ihr? Den linken oder den rechten?"
Ein Betrunkener kriecht um eine Straßenlaterne herum. Immer im Kreis, Runde um Runde. Dabei murmelt er vor sich hin. Eine Streife beobachtet ihn und fragt:
"Sag'n sie mal, Mann, was suchen sie denn hier im Dreck?"
Der Betrunkene:
"Ich suche meinen Wohnungsschlüssel!"
Der Polizist:
"Ja, ok. Ich helf Ihnen suchen. Wo ungefähr haben sie ihn denn verloren?"
Der Kriecher:
"Haach! Ganz weit, da hinten, am Waldrand!"
Der verdutzte Polizist:
"Ja, um Gottes Willen, warum kriechen sie denn hier herum?"
Der Betrunkene:
"Ganz einfach - hicks - hier iss es heller!"

Die Bürde des Verheimlichens

Keiner darf was merken.
Niemandem etwas erzählen, nicht mal im Vertrauen.
Sich nichts anmerken lassen.
Hinter dem Berg halten.
So tun, als ob.
Lügen, wenn es sein muss.
Theater spielen, wenn die Situation es verlangt.
Alle zum Narren halten.
Lachen, wenn Dir nicht zum Lachen zumute ist.
Dich total verstellen.
Nicht mehr Du selbst sein.
Dich selbst völlig verleugnen.

Nur - wenn Du allein bist,
dann willst Du es am liebsten laut herausschreien,
diese Ungerechtigkeit,
diese Angst, diese Einsamkeit!

Aber andererseits...
wer sollte Dir schon helfen?
Keiner weiß doch was.



Meine Erfahrungen:

Jeder, der mit einem Alkoholkranken lebt, kennt das.
Die schmale Gradwanderung zwischen Scham und Mitwisserschaft,
zwischen Kontrolle und Verzweiflung.
All die unaussprechlichen Vorkommnisse und Szenen.
Die Angst vor dem, wie und was die Leute reden könnten,
ist zu groß. Und ich war wirklich gut im Verheimlichen.
Lange Zeit...

So wird die Mauer, hinter der man sich verschanzt,
immer höher, immer dicker.
Bald dringt kein Laut mehr nach draussen...

Wir vier, die Kinder, ihr alkoholkranker Vater und ich,
lebten wie in einer seelischen Festung.
Ich schottete mich ab, so gut es ging.
Diejenigen, die Bescheid wußten, gehörten fast alle zur Familie.
Doch aus sie verloren keine Worte darüber.

Die anderen, draussen, ahnten vielleicht etwas.
Doch niemand sprach mich drauf an.
Die Scheu davor, was sie von mir erfahren könnten,
war wohl viel zu groß.

Wieviel wußten Sie von meinem "Elend"?
Doch - so genau wollte ich es gar nicht wissen!
Nur nicht näher darüber nachdenken.
Lieber Scheuklappen aufsetzen.
Das ist einfacher.

Einziges Verbindungsglied zur Außenwelt waren die Kinder,
mit ihrer befreienden, leichtsinnigen Unbekümmertheit.
Das machte mich einesteils glücklich,
andererseits machte mir gerade das Angst.
Diese Unbekümmertheit...

Kinder müssen natürlich raus,
schon um täglich zur Schule und in den Kindergarten zu gehen.
Doch sie brachten auch mal fremde Kinder mit,
Kinder, die uns nicht kannten.
Auch, wenn es "nur" Kinder waren, so musste ich
auch vor ihnen zwangsläufig "Theater spielen",
so tun, als wäre alles normal.
So war die lustige Mami, damit sie wiederkommen und
sich bei uns wohl fühlen sollten.

Mir war klar, dass fremde Kinder vielleicht ihren Eltern
zuhause erzählen würden,was bei uns daheim "abging".
Dass der "Papa" dort immer anwesend war.
Dass er sich manchmal eigenartig kindisch benahm.
Er undeutlich sprach, komisch roch,
und seine Augen immer "so müde" guckten.
Dafür haben Kinder ein feines Gespür.
Sie merken sofort, wenn etwas nicht normal,
nicht echt ist.

Auch wenn einige es recht lustig fanden,
dass mein Mann herumtorkelte und komische Sachen lallte,
vorgab, bei den Spielen der Kinder mitspielen zu wollen,
so merkten sie sehr schnell, wenn er es übertrieb.
Dann fühlten sie sich bedroht, konnten dieses Verhalten
nicht zuordnen und dann schreckten sie zurück
und - besuchten uns nicht mehr.
Wollten Sie oder durften sie uns nicht besuchen?

Einmal, im Sommer, setzte sich mein Mann plötzlich zu den Kindern
ins Planschbecken. Er tat, als wäre er wasserscheu und fuchtelte
total übertrieben mit seinen dürren Armen herum.
Es war beschämend, für meine Kinder und auch für mich,
die am Fenster stand und kopfschüttelnd zusah,
wie er sich bei den Kleinen zum Affen machte.
Dies war eben seine Art, seinen angetrunkenen Zustand
zu kaschieren und sein unbeholfener Versuch,
Kontakt mit seinen Kindern aufzunehmen.
Falscher Ort - falscher Zeitpunkt!

Bald warfen sie ihn gemeinschaftlich aus dem Planschbecken
und beschwerten sich, dass er viel zuviel Platz einnehme.
Beleidigt zog er von dannen, legte sich kurzerhand
unter einen Baum und schlief dort ohne Ankündigung
seinen Rausch aus.
Verständnislos blickten ihm die Besucherkinder hinterher.

"Mein Gott!", dachte ich entsetzt. "Wenn die das zuhause erzählen!"

In fürchtete mich dauernd davor, dass meine Kinder
durch ihren alkoholkranken Vater diskriminiert,
ausgegrenzt werden könnten.
Sie waren schliesslich immer die Leidtragenden, diejenigen,
die nichts dafür konnten, dass ihr Vater trank.
Im Grunde war ich aber diejenige, die ihnen
diesen Vater ausgesucht hatte!
Warum nur...?

Was blieb mir weiter übrig, als dieses Trugbild von Familie
weiterhin aufrecht zu erhalten.
Und so beschönigte, verharmloste ich hartnäckig unsere Situation,
hoffte insgeheim, es möge irgendwann doch noch
ein Wunder geschehen und sich alles zum Guten wenden.

Mein Leben glich einer endlosen, schwarzen Perlenkette.
Jede Perle bedeutete ein weiterer, trister Tag,
an der Seite meines trinkenden Ehemannes.
Ich hangelte mich von einer Perle zu nächsten -
ohne das Ende jemals absehen zu können...

Telefonseelsorge

Wer keinen direkten "Draht" zur Kirche hat, wendet sich am besten an die bundesweit einheitliche

Telefon-Seelsorge-Nummer

0800/11 10 222

wo man in schwierigen Situationen immer auf ein offenes Ohr hoffen kann und Ratschläge erhält, welche Beratungsstellen vor Ort in Frage kommen und für Sie zuständig sind.

Ihr Pfarrer

Egal welcher Konfession Sie angehören.
Falls Sie Hilfe benötigen, weil Ihr(e) Partner(in) trinkt, und Sie keinen Ausweg aus Ihrer vielleicht schon sehr schwierigen Situation wissen, können Sie sich natürlich auch an den zuständigen Pfarrer/Pastor Ihrer örtlichen Kirchengemeinde wenden, der Sie in einem ausführlichen Gespräch gerne berät, Ihnen kirchlichen Beistand angedeien läßt und Ihnen Anlaufstellen und Hilfsorganisationen vor Ort nennt, die Sie bei Ihren weiteren Entscheidungen unterstützen und leiten.

Dienstag, 6. Januar 2009

Die Suchtfibel - Ralf Schneider

Die Suchtfibel


Hilfreiches Sachbuch nicht nur für Süchtige (Alkohol, Medikamente u.a.) oder Suchtgefährdete, sondern gleichermaßen für deren Angehörige, die sich über Suchtkrankheiten, speziell Alkoholsucht, näher informieren, die Hintergründe und Zusammenhänge besser verstehen wollen und die Fragen, die sie schon seit langem beschäftigen, beantwortet haben möchten.

Ich habe dieses Buch als Nachschlagewerk immer wieder gelesen. Gut und leicht verständlich geschrieben, vermittelte es mir einen hohen Grad an Sicherheit und Wissen bezüglich Alkoholismus und dessen Begleiterscheinungen, sowie die medizinischen und suchtrelevanten Hintergründe. Aufgelockert durch berühmte Zitate und "lockere" Sprüche sowie einschlägiger Satire läßt dieses Buch auch für die, die nicht mit einem Buch in der Hand geboren wurden, gerne darin lesen.

Sonntag, 4. Januar 2009

Hast Du schon mal darüber nachgedacht...

...was Du aus Deinem Leben hättest machen können,

...hättest Du Dich nicht um diesen „süßen“ Säufer gekümmert, um ihn (für Dich) zu „ändern“?

...hättest Du ihn nicht unbedingt heiraten wollen, um ihm Kinder zu gebären, mit denen er ohnehin nichts anzufangen weiß?

...hättest Du Dich mehr um Dich und Deinen Körper gekümmert, Deine Bedürfnisse gestillt, statt ihn stundenlang überall zu suchen?

...hättest Du lieber Deine Hobbys gepflegt, anstatt angstvoll die halbe Nacht auf ihn zu warten?

...hättest Du nur auf Deine Mutter gehört, die Dich schon immer vor ihm gewarnt hat?

...hättest Du ihn damals verlassen, als Du noch jünger warst?

...hättest Du nur einen anderen geheiratet, der Dich so liebt, wie Du bist, nur, weil Du es verdient hast?

...hättest Du nur allen die Wahrheit gesagt über Dein Leben mit ihm, anstatt ihn ständig in Schutz zu nehmen?

Aber – Dein Leben ist nun mal so, wie es ist - Basta!

Und doch ist es noch nicht zu spät!

Denk darüber nach...





Meine Erfahrungen:

Im Grunde ahnen wir bereits, die wir uns einen Menschen zum Partner erwählen, der den Alkohol gerne mag, dass „etwas“ nicht mit ihm stimmt. Doch wir hören nicht hin, forschen nicht nach, denn es ist ja nichts dabei, wenn einer mal „ein Gläschen“ trinkt. Es ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn ein „g’stand’nes Mannsbild“ mal eine Maß hebt gegen den „Durst“. Das kennen wir bereits und wir finden nichts dabei. Dass er dabei etwas „über die Stränge schlägt“ mit seiner lauten Lustigkeit und seiner mehr als lebhaften Art gehört dazu. Denn wir mögen unseren Partner lieber lustig anstelle „fad“ und ernst, denn das gäbe uns nur Rätsel auf, ob es möglicherweise an uns liegt.

Was ist es denn nun? Was zieht uns magisch hin, zu einem Menschen?

Mich persönlich hat wohl die anfänglich bescheidene, stille Art, die ständige Hilfsbereitschaft, übertriebene Anschmiegsamkeit und eine gewisse Ergebenheit zu Beginn unserer Beziehung ungemein imponiert. Eigenschaften, von denen ich glaubte, dass sie einen „guten“ Mann auszeichnen würden. Eigenschaften, die - wie ich heute weiß - ein Trinker gezielt einsetzt, um Frauen wie wir, die genau auf solche Männer ansprechen, anzuziehen. Sie sind die gefühlsmäßigen „Fangeisen“, in die wir treten, weil wir viel mehr als andere Frauen darauf ansprechen! Genau diese Eigenschaften sind dazu da, uns viel zu voreilig verliebt zu machen und uns zu schnell gebunden zu fühlen. Wir „fahren“ voll darauf ab, denn wir interpretieren solche Verhaltensweisen irrtümlich als Liebe!
Dabei ist es noch nicht einmal "böse Absicht".
Suchtkranke senden spezielle Signale - und wir fangen sie auf!

Woran mag das liegen? Nach welchen Maßstäben messen wir? Haben wir vielleicht keinen oder aber einen zu strengen Vater gehabt? Oder haben wir von unserer Mutter gelernt, dass wir unserer Rolle als Frau nachzukommen und dem Mann zu dienen hätten, anstatt ihm das Bier wegzunehmen? Trachten wir, die so einen Mann lieben, zu sehr danach, die Harmonie aufrecht zu erhalten, anstatt zu streiten? Sind wir zu wenig konfliktfähig, um uns mit einem Säufer anzulegen? Wissen wir im Grunde vielleicht genau, dass es wenig Sinn hat, mit einem Angetrunkenen zu debattieren? Fürchten wir uns regelrecht vor jedem Streit? Haben wir ständig Angst davor, alleine zu sein? Lassen wir uns vielleicht mit angedrohter Trennung erpressen?

Wir sollten nachforschen, woran es liegt. Uns und unsere Beweggründe auf den Prüfstand stellen, wenn wir uns - wider jede Vernunft - an so jemand weiterhin gebunden fühlen, dessen Lebensinhalt immer mehr darin besteht, sich regelmäßig zu betrinken. Zählen möglicherweise bereits Handgreiflichkeiten oder gar häusliche Gewalt zu Ihrem Zusammenleben?

Wir sollten auch ernsthaft hinterfragen, ob es für unsere Kinder auf Dauer gut sein kann, den Vater ständig besoffen vor Augen zu haben und uns Gedanken darüber machen, ob diese Tatsache nicht einen fatalen Einfluss auf deren späteres Leben und Partnerwahl haben könnte.

Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre familiäre Situation aufgrund des Alkoholkonsums Ihres Partners Hilfe von außen benötigt? Holen Sie sich beratende Unterstützung!
Sie sind mit Ihrem Problem sicherlich nicht alleine. Sehr viele Familien leiden unter ähnlichen Bedingungen. Gemeinsam mit erfahrenen Therapeuten oder anderen, fachlich geschulten Fachleuten, (siehe unter „Hilfe und Beratung“) die täglich mit ähnlichen Situationen zu tun haben, können Sie sich darüber informieren, ob und wie Sie Ihre Lage verbessern könnten.

Scheuen Sie sich nicht, und suchen Sie diese Hilfe!

Samstag, 3. Januar 2009

Impressum, Kontakt und Disclaimer

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Wackersdorfer Str. 51a
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Hinweis:
Dieser Blog sowie mein Buch "Barrieren" wurde/wird unter meinem Künstlernamen
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Hilfsorganisationen

CARITAS

Die Caritas bietet in ebenfalls Hilfe und Beratung auch bei Suchtfragen:

Welche Caritas-Beratungsstelle für Sie an Ihrem Wohnort zuständig ist, erfahren Sie hier:

Caritas Zentrale in Freiburg

Karlstraße 40
79104 Freiburg
Telefon: 0761 200 0
Internet:
http://www.caritas.de/adressen
E-Mail: mailto:info@caritas.de

Kontaktadresse München:

Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.
Hirtenstraße 2 - 4
80335 München
Telefon: 089/55169-0
E-Mail: info@caritasmuenchen.de
Internet: http://www.caritas-suchtambulanz-junge-muenchen.de/

Hauptvertretung Berlin:

Reinhardtstraße 13
10117 Berlin
Telefon: 030 28 44 47 6
E-Mail: mailto:berliner.buero@caritas.de


Andere Organisationen:

Wieder Lachen
Karolingerring 1
63791 Karlstein
Telefon: 06188-991695
Internet: http: http://www.wieder-lachen.com/
E-Mail: info@wieder-lachen.com

Der Hausarzt

Zum eigenen Hausarzt zu gehen, daran denken die meisten zuletzt. Warum?
Ihr Arzt kennt Sie persönlich und Ihre familiäre Situation am besten.

Darüber hinaus ist gerade ein Arzt ist mit allen Problemen, die mit Alkoholismus einhergehen, bestens vertraut. Sei es aus seiner eigenen Praxis, durch den medizinischen Notdienst oder durch die Klinik. Er kann Ihnen Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen und Organisationen vor Ort nennen, wohin Sie sich vertrauensvoll und anonym wenden können.

Natürlich ist er an seine ärztliche Schweigepflicht gebunden, er wird Ihnen jedoch sicherlich wertvolle Tipps geben können im Umgang mit Ihrem alkoholkranken Partner.



Sie möchten im Moment lieber noch nicht über Ihre Probleme sprechen? Dann bedenken Sie:

Wer sein Elend geheim hält, dem kann auch keiner helfen!

"Barrieren - Leben mit der Sucht anderer"

Buchbeschreibung

Obwohl seit Kindertagen mit dem Problem Alkohol in der eigenen Familie konfrontiert, entflieht sie noch sehr jung ihrem Elternhaus und heiratet einen Mann, der 25 Jahre älter ist als sie. Ein charismatischer Mensch, dem sie vom ersten Augenblick an verfallen zu sein scheint. Bald muss sie einsehen, dass er ein unheilbarer Alkoholiker, ein Quartalstrinker ist. Vergeblich versucht sie, ihn mit ihrer aufopfernden Liebe vom Alkohol abzubringen. Erst als sie begreift, dass er wohl nie mit dem Trinken aufhören würde, gelingt es ihr, sich von ihm endgültig zu trennen. Sie schafft den Absprung und baut sich mit ihren Kindern mühevoll ein neues Leben auf.

Häusliche Gewalt

Hilfe von außen bei häuslicher Gewalt bietet in erster Linie die Polizei.
Sie ist Ansprechpartner im akuten Fall unter der allgemeinen

Notrufnummer 110


Im Internet bietet die Polizei unter den Seiten

Link zur Internetseite:
http://www.polizei-beratung.de/

Zur akutellen Thematik:
http://www.polizei.bayern.de/unterfranken/schuetzenvorbeugen/kriminalitaet/haeuslichegewalt/index.html/614

praktische Hinweise bei häuslicher Gewalt sowie Erläuterungen über den Ablauf eines Strafverfahrens im Falle einer Anzeige gegen den Gewaltausübenden.

Selbsthilfegruppen, an die sich auch Angehörige von Suchtkranken wenden können:

Kreuzbund e.V. - Bundesgeschäftsstelle
Münsterstr. 25
59065 Hamm
Telefon: 02381 / 6 72 72 - 0
E-Mail:
info@kreuzbund.de
Internetseite:
http://www.kreuzbund.de/hilfeinmeinernaehe.php



Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe
Bundesverband e.V.
Selbsthilfeorganisation
Untere Königsstr. 86
34117 Kassel
Telefon (05 61) 78 04 13
E-Mail:
mail@freundeskreise-sucht.de
Internet:
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Guttempler
Bayern und Thüringen
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90461 Nürnberg
Tel.: 0911 / 46 51 98
Fax: 0911 / 4 78 04 92
E-Mail:
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Internet:
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Blaues Kreuz in Deutschland e.V.
Freiligrathstraße 27
42289 Wuppertal
Telefon: 0202/62003-0
E-Mail:
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Internet:
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Al-Anon Familiengruppen
Al-Anon / Alateen
Emilienstr. 4
45128 Essen
Telefon: 0201 - 77 30 07
Internet:
www.al-anon.de



Monolog mit dir

Seit langem suche ich nach dir...
Einst liebte ich dich, dich, dich...?
Doch ich kann dich nicht mehr finden...
Obwohl du bei mir sitzt, bist du mir zum Fürchten fremd,
ein Universum weit von mir entfernt.
Ich frage mich, bist das du?
Wo sind deine Gedanken, wo?
Verzweifelt suche ich in deinem Gesicht, vertraut und doch so unnahbar.
Du hast getrunken.
Du schweigst.
Kein einziger Blick ist für mich.
Qualvolles Schweigen.
Dunkle Macht, die uns auseinanderreißt und uns zerdrückt,
das einstige Vertrauen zueinander, unsere innige Zweisamkeit...
bis nichts mehr davon übrig ist, außer einer Hand voll Scherben,
die ich hüte wie einen Schatz und die ich unablässig versuche,
wieder zu einem Ganzen zusammen zu setzen,
gleich einem verblichenen Puzzle,
von dem zu viele Teile fehlen...
so unwiederbringlich verloren -
bis du für mich.
Ein Düsseldorfer, ein Kölner und ein Hamburger am Tresen. Der Düsseldorfer: „Ein Alt.“
Der Kölner: „Ein Kölsch.“
Der Hamburger: „Eine Cola.“
„Warum bestellst du denn Cola?“
„Wenn ihr kein Bier trinkt, nehme ich auch keins ...“

Zwei Betrunkene sind auf dem Weg nach Hause. Dabei geraten sie auf ein Bahngleis. Plötzlich meint der eine: „Du, sag mal, kommen dir die Stufen heute auch so hoch vor?“
Darauf der andere: „Bisher nicht, aber ich finde, das Geländer ist heute so niedrig.“

Ein Betrunkener wankt nachts über den Parkplatz und tastet alle Autodächer ab.
„Was machen Sie denn da?“ fragt ein Passant.
„Ich suche meinen Wagen“, lallt der Betrunkene.
„Ja, aber die Dächer sind doch alle gleich ... ?“
Der Zecher: „Auf meinem ist ein Blaulicht!“

Der liebe Gott erschuf den Mann und sah, dass es gut war.
Der liebe Gott erschuf die Frau, und als er sah, was er angerichtet hatte, sorgte er für Alkohol und Tabak.

Der Polizist hilft dem Betrunkenen, der vor der Kneipe zusammengeschlagen wurde, auf die Beine.
„Können Sie den Kerl beschreiben, der Sie so zugerichtet hat?“
„Klar“, nickt der Zechbruder, „dabei war ich ja gerade, als er zuschlug.“

Machen Sie doch bitte ein Gruppenfoto von mir

In der verkehrsreichen Einbahnstraße fährt ein betrunkener Autofahrer in die falsche Richtung. Stoppt ihn ein Polizist. „Wo in aller Welt wollen Sie hin?“
„Das weiß ich nicht genau“, gesteht der Mann, „aber ich muss ziemlich spät dran sein, die anderen kommen alle schon zurück.“

Jochen kommt betrunken zum Fotografen. „Machen Sie doch bitte ein Gruppenfoto von mir.“
„Gern, stellen Sie sich schon mal im Halbkreis auf.“

Nachts in einer geschlossenen Bar. Drei Mäuse erscheinen und lecken die verspritzen Reste auf. Betrunken fangen sie an zu prahlen.
Die erste: „Ich gehe jetzt ins weiße Haus und sage denen, dass ihre Politik Quatsch ist.“
Die zweite: „Ich gehe jetzt in den Kreml und geige denen mal meine Meinung.“
Da steht die dritte ganz entschlossen auf und sagt: „Ich gehe jetzt - und bumse die Katze.“

Die erste Straßenbahn rattert durch den nebligen Morgen. Auf der hinteren Plattform steht Reinhard. Nüchtern war er ganz bestimmt nicht. Die ältliche Dame neben ihm ruft erbittert nach dem Schaffner. „So eine Belästigung! Dürfen denn hier überhaupt Betrunkene fahren?“
„Pscht!“ raunt ihr Reinhard zu. „Nicht so viel fragen! Halten Sie sich hier gut fest, dann merkt keiner was...“

Ein Polizist bringt einen Betrunkenen nach Hause. Er fragt den Bezechten: „Sind Sie auch ganz sicher, dass das Ihre Wohnung ist?“
„Na klar“, lallt der Mann. „Sehen Sie die Couch da? Das ist meine. Das Klavier da in der Ecke? Das ist auch meines. Die Frau da im Bett? Die gehört ebenfalls mir.“
„Und der Mann da neben der Frau im Bett?“ Der Polizist wartet gespannt auf eine Antwort.
Grinst der Betrunkene ihn an: „Sehen Sie, Herr Wachtmeister, das bin ich!“

Alkohol, Zigaretten?

Zwei Betrunkene steigen in eine Straßenbahn. „Hallo Schaffner!“ ruft der eine einem uniformierten Mann zu.
„Erlauben Sie mal!“ meint dieser wütend. „Ich bin nicht Schaffner, ich bin Admiral!“
„Wir sind hier falsch!“ lallt da der Betrunkene und fasst seinen Kumpan am Arm. „Wir sind auf einem Schlachtschiff!“

Kommt ein Besoffener an einen Schiesstand und verlangt nach einem Gewehr. Nach längerem Überlegen reicht ihm der Inhaber eins, der Besoffene zielt, wie ein Besoffener eben zielt, schießt und trifft.
Nein, nicht den Inhaber sondern voll ins Schwarze. Als Gewinn erhält er eine kleine Schildkröte.
30 Minuten später kommt er noch mal zum Schiesstand und verlangt noch mal ein Gewehr. Nach längerer Diskussion reicht ihm der Inhaber eines. Dieselbe Prozedur - kreiselndes Zielen - Schuss - und voll ins Schwarze - freie Auswahl. „Was wollen sie denn haben“, fragt der Inhaber.
„Ach geben sie mir noch einmal so ein Fischbrötchen wie vorhin ...“

Der Zollbeamte beugt sich in das geöffnete Fenster des Wagens, fragt: „Alkohol, Zigaretten?“
Der Fahrer winkt ab: „Nein, bitte zwei Kaffee!“

Josef steigt betrunken ins Taxi. „Wohin?“ fragt der Taxifahrer.
„Zum Domplatz!“
„Aber da sind Sie doch schon.“
Darauf steigt Josef aus, gibt dem Fahrer 20 Euro und lallt: „Das nächste Mal fahren Sie aber nicht so schnell.“

Ist dort die Alkoholiker-Beratung?

Beim Rosenmontagszug fragt ein Betrunkener einen Polizisten: „Sind Sie Trinker?“
„Aber nein!“
„Dann halten Sie mal die Flasche Korn, bis ich meinen Schuh zugebunden habe.“

Ein junger Mann geht spazieren und sieht eine verschrumpelte, faltige, kleine Frau, die glücklich in ihrem Schaukelstuhl auf der Veranda sitzt.
„Entschuldigen Sie,“ spricht er die Frau an, „aber Sie sehen so zufrieden und glücklich aus. Was ist das Geheimnis Ihres Lebens?“
Die Frau antwortet: „Jeden Tag 60 bis 80 Zigaretten, mindestens eine Flasche Schnaps, keinen Sport und jede Menge junger Männer ... und das mein ganzes Leben lang!“

Telefonat: „Ist dort die Alkoholiker-Beratung?“
„Ja, haben Sie irgendwelche Sorgen?“
„Ja, ich wüsste gerne, wie man Erdbeerbowle macht!“

Nach dem dritten Glas Whisky hat sich ein Mann genug Mut angetrunken, um das hübsche Mädchen neben ihm anzusprechen: „Gnädiges Fräulein, würden Sie mit einem wildfremden Mann ins Bett gehen?“
Da lächelt die Dame: „Niemals, alter Freund!“

Müller wird sturzbetrunken von einem Polizisten am Steuer seines Wagens erwischt. „Sagen Sie mal, sind Sie nicht vom Bundesverband der Antialkoholiker?“
„Ja, der bin ich.“
„Schämen Sie sich nicht?“
„Wieso? Ich bin doch das schlechte Beispiel!“

Freitag, 2. Januar 2009

Oh Gott, man hat mich eingemauert

Ein Autofahrer soll ins Röhrchen blasen. Er weigert sich. Nach mehrmaliger Aufforderung sagt der Beamte: „So, wenn Sie durchaus nicht wollen, blase ich selber hinein, dann sind Sie aber Ihren Führerschein los!“

Ein Besoffener geht nachts eine Straße entlang und trifft schließlich auf eine Litfasssäule. Er rennt leicht dagegen, bleibt stehen, und tastet nach beiden Seiten die Litfasssäule ab. Er geht rechts herum, tastet und tastet, dann links herum und tastet wieder, dann bricht er verzweifelt zusammen und heult: „Oh Gott, man hat mich eingemauert!“

Der Arzt zum Patienten: „Tut mir leid, aber ich kann bei Ihnen nichts finden. Es muss wohl am Alkohol liegen!“
Der Patient: „Dann komme ich wieder, wenn Sie nüchtern sind!“

Sagt die Frau zum Mann: „Trage ich meine Haare auf links, habe ich meine Tage, trage ich sie rechts habe ich schlechte Laune, wenn sie durcheinander sind, kannst mit mir machen, was du willst!“
Da sagt der Mann: „Ich trinke morgens ein Jägermeister, mittags einen Jägermeister und abends trinke ich eine ganze Flasche, da ist mir egal wie deine Haare liegen!“

Drei Jugendliche, etwa 16 Jahre alt, betreten eine Kneipe. Sie setzen sich an einem Tisch und rufen dem Wirt zu: „Drei Halbe!“
Daraufhin sagt der Wirt: „Das sehe ich, aber was wollt ihr trinken?“

Der Wein macht kluge Leute zu Narren

Der Wein hält nichts geheim.

Branntwein stürzt das Haus ein.

Einem Trunkenen gehört die ganze Welt.

Je mehr Wein, je mehr Gespenster.

Je stärker getrunken, je schwächer geworden.

Stark Getränk macht wilde Leut'.

Im Glase ertrinken auch alte Leute.

Im letzten Glase liegt der Rausch.

Was hilft's, Trinken, wenn's den Durst nicht löscht.

Der Wein macht kluge Leute zu Narren.

Ein trunkener Kutscher macht taumelnde Pferde.

Trunkenheit ist die Hauptstadt aller Laster.

Es saufen sich mehr zu Tode als vor Durst sterben.

Auch weißer Wein macht eine rote Nase.

Ein guter Becher Wein will geteilt sein.

Trunkenheit erzeugt keine Fehler, sie deckt sie auf.

Es ertrinken mehr im Becher als im Bach

Der Trinker bessert sich immer morgen.

Was ein Lump werden will, betrinkt sich beizeiten.

Zwischen Glas und Lippe gibt's manche Klippe.

Es ertrinken mehr im Becher als im Bach.

Narren, Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit.

Junge Säufer, alte Bettler.

Aus dem Gläschen noch so klein kann man saufen wie ein Schwein.

Auch gutes Bier macht böse Köpfe.

Beim Bier gibt's viel tapfere Leut'.

Ist das Bier im Manne, ist der Verstand in der Kanne.

Starkes Bier und schwache Köpfe passen nicht zusammen.

Wenn das Bier eingeht, geht der Mund auf.

Heute ein Gläschen, morgen ein Mäßchen.

Einem durstigen Gaumen schmeckt jeder Wein.

Den Säufer erkennt man an der Nase.

Doch in der Bibel steht geschrieben

Der größte Feind der Menschheit
ist sicherlich der Alkohol! Doch in der Bibel steht geschrieben, „Du sollst auch Deine Feinde lieben...“

Gestern wollte ich ganz besonders vorsichtig aus der Kneipe gehen, und da tritt mir so ein Idiot auf die Hand...

Ein Ire liegt im Sterbebett und sein bester Freund leistet ihm Gesellschaft. Der Kranke spricht: „Erinnerst Du Dich an die Kiste edelsten Whiskey, die ich damals 1924 beim Pokern gewonnen habe?“
Der andere erinnert sich und wird rührselig: „Und ob, was waren das für herrliche Momente, als wir das Zeug zusammen getrunken haben!“
„Nun ja“, spricht der Kranke, „eine letzte Flasche habe ich mir immer aufbewahrt“, und zieht sie mit letzten Kräften unter dem Bett hervor. Die Augen des anderen beginnen zu leuchteten. Der Todgeweihte gibt ihm die Flasche und sagt abermals: „Versprich mir im Namen der Treue und der Freundschaft, mir einen letzten Gefallen zu erweisen.“
Der Freund erklärt sich einverstanden. Also formuliert er den Wunsch: „Wenn es soweit ist und sie mich in dem Sarg in die Erde hinablassen und eine Schaufel nach der anderen auf mich kippen, dann nimm die Flasche, zieh den Korken raus und gieße die göttliche Flüssigkeit über meine letzte Ruhestätte.“
Darauf beginnt der andere zu trinken und sagt dazu: „Es macht Dir doch nichts aus, wenn sie vorher durch meine Nieren geht, oder?“

Ein Betrunkener liegt in der Gosse. Ein Passant kommt vorbei. „Mann, was ist mit Ihnen los, soll ich einen Arzt holen?“
Der Betrunkene rührt sich nicht. „Soll ich die Polizei holen?“ Nichts.
„Soll ich Ihre Frau verständigen?“ Wieder nichts.
„Soll ich einen Priester holen, damit er Ihnen die Letzte Ölung gibt?“
Da richtet sich der Betrunkene auf und stöhnt: „Oh..., bitte nur jetzt nichts Fettiges!“

Peter, hol mir bitte eine Flasche Bier

Ein Betrunkener versucht mit seinem Schlüssel einen Laternenpfahl aufzuschließen. Ein Passant meint: „Bemühen Sie sich nicht. Da wohnt keiner.“
„Unsinn, im ersten Stock brennt doch Licht.“

„Peter, hol mir bitte eine Flasche Bier“, sagt der Vater zu seinem Sohn. „Ach Papi, ich bin um 5 verabredet.“
„Dann gehe du, Vera“, bittet er seine 16jährige Tochter.
„Papi, gleich kommt Jochen mit seiner neuen Schaltplatte...“
Sagt Martina die 12 jährige: „Papi, ärgere dich nicht! Geh einfach selbst und bring mir gleich`ne Packung Zigaretten mit.“

Was ist eklig? – Ein Schamhaar in einer Bloody Mary...

Ein Betrunkener kommt in ein Automatenrestaurant, die Taschen bis oben voller Geldstücke. Er pflanzt sich vor den Schinkenbrötchen auf, wirft Münzen hinein, holt sich die Brötchen heraus, wirft wieder Münzen hinein und kriegt wieder eine Schinkensemmel. Als er es so auf zwanzig Schinkenbrötchen gebracht hat, sagt jemand neben ihm: „Na, meinen Sie nicht, dass das nun erst mal genug ist?“
„Was? Jetzt soll ich aufhören?“ sagt der Betrunkene, „jetzt - mitten in der Gewinnsträhne?“

Mitten auf der Kreuzung stoßen in der Silvesternacht zwei Autos zusammen. Ein Polizist kommt vorbei. Er zückt sein Notizbuch, doch die beiden protestieren: „Aber Herr Wachtmeister - hick - man wird doch noch auf das neue Jahr anstoßen dürfen!“

Ich rauche nicht, ich trinke nicht

„Warum bist Du denn gestern so früh von unserem Stammtisch ab­gehauen?“
„Was heißt hier abgehauen? Ihr seid sang- und klanglos ver­schwunden. Mich hat die Putzfrau heute früh unter dem Tisch ge­weckt.“

„Warum willst du dich denn von deiner Frau scheiden lassen?“, fragt Wolfgang seinen Freund in der Kneipe.
„Sie treibt sich einfach zu viel in zweifelhaften Lokalen herum.“
„Oh, nein! Trinkt sie etwa?“
„Nein, sie sucht mich!“

„Ich rauche nicht, ich trinke nicht und ich fluche nicht! Verdammt, jetzt ist mir die Kippe schon wieder ins Bierglas gefallen!“

Ein Mann steht an einer Straßenlaterne. Kommt ein Polizist vorbei. Fragt der Mann: „Sa-sa-sagense mal, Herr Wachtmeister - hicks - was habe ich hier in der linken Hand?“
„Nichts.“
„Scheibe. Und was - hupps - hahabe ich in der rechten Hand?“
„Auch nichts.“
„Verdammt, dann pipipinkle ich ja schon wieder in die Hosentasche!“

„Ich habe gestern meinen Neffen das erste mal getroffen.“
„Und wie sieht er aus?“
„Relativ klein, dickbäuchig, fast kahl, außerdem trinkt er unentwegt.“
„Ach herrje! Wie alt ist der Mann denn?“
„Na, drei Monate!“

Drei, vier Gläschen Sekt

Ein Mädchen kommt von einer Party und fährt fröhlich mit dem Auto. Unterwegs gerät sie in eine Polizeikontrolle. Der Polizist: „Sie haben getrunken.“
Das Mädchen: „Drei, vier Gläschen Sekt.“
Der Polizist: „Und?“
Das Mädchen: „Drei Gläschen Wein.“
Der Polizist: „So, jetzt aber raus! Jetzt wird geblasen!“
Das Mädchen: „Und ich dachte, Sie wollten mir den Führerschein abnehmen!“

Ein Schotte bekam eine Flasche guten alten Scotch Whisky geschenkt, die er in seine Manteltasche steckte. Auf dem Heimweg stolperte er und fiel hin. Als er aufstand, bemerkte er eine feuchte Stelle auf seiner Hose.
„Bitte, lieber Gott“, betete er, „lass es Blut sein!“

Die Stammtischbrüder Peter und Paul torkeln nach Hause. „Mist“, ruft Peter, „schon halb zwei! Meine Frau kocht bestimmt vor Wut.“
„Echt?“, fragt Paul fasziniert, „ich krieg so spät nachts nichts mehr zu essen!“

Polizist: „Blasen Sie in das Röhrchen!”
Autofahrer: „Geht nicht. Ich habe Asthma.”
Polizist: „Kommen Sie mit zur Blutprobe!”
Autofahrer: „Geht nicht, bin Bluter.”
Polizist: „Dann gehen Sie auf dieser Linie!”
Autofahrer: „Geht nicht, bin betrunken.”

Was ist besser Alzheimer oder Parkinson?

Ich hab ja gestern einem Obdachlosen 5 Euro gegeben und ihm gesagt: „Nicht, dass du mir davon Alkohol kaufst.“
Er sagte ganz erstaunt daraufhin: „Warum sollte ich dir davon Alkohol kaufen?“

„Sind Sie für den nächsten Tanz schon vergeben?“
„Oh, nein, ich bin noch frei!“
„Könnten Sie dann bitte mein Bierglas halten?“

Kumpel Frank kommt ziemlich angesäuselt nach Hause. „Ent­schuldige, Gerda, wir haben nur ein kleines Wett-Trinken veran­staltet.“
„Das rieche ich - und wer wurde Zweiter?“

Polizist zum Autofahrer: „Sie sind in Schlangenlinien gefahren!“
„Na und?“ lallt der, „sollte ich etwa all die kleinen weißen Mäuse totfahren!“

Was ist besser Alzheimer oder Parkinson?
Alzheimer natürlich! Lieber vergessen ein Bier zu zahlen als eins zu verschütten!

„Erwin, was hat deine Frau denn gesagt, als du gestern so sternhagelvoll nach Hause kamst?“
„Ach, eigentlich nichts. Sie hat nur den Kopf geschüttelt.“
„Weiter nichts?“
„Nein, weiter nichts. Aber mir tut heute noch das Genick weh!“

Ein Mann kommt in eine Bar und bestellt drei Bier.
Der Barkeeper fragt, warum er gleich drei bestelle.
Da meint der Mann, er habe noch einen Bruder in Amerika und einen in Australien und für die trinke er immer mit.
„Gut“, sagt der Barkeeper und gibt ihm drei Bier, welche der Mann auch gleich trinkt.
So geht es viele Jahre.
Doch eines Tages kommt der Mann herein und bestellt nur zwei Bier.
Der Barkeeper daraufhin: „Oh mein Gott! Ist etwa einer ihrer Brüder gestorben?“
„Nein, nein, aber ich trinke nicht mehr...“

Herr Doktor, können sie mir helfen?

Verkehrskontrolle. Müller hat eine ganze Menge getrunken. Der Polizist fragt ihn streng: „Haben Sie etwas getrunken?“
„Ja.“
„Wie viel war es denn?“
„Ach, Herr Wachtmeister, schreiben Sie doch einfach fünf Flaschen Bier, denn Champagner ist so schrecklich schwer zu schreiben!“

Ein Mann kommt spät abends aus seiner Stammkneipe nach Hause. Durch den Lärm wacht seine Frau auf und fragt ihn was er denn für einen Lärm macht.
Er: „Die Schuhe sind umgefallen.“
Sie: „Das macht doch nicht so einen Krach.“
Er: „Ich stand noch drin.“

Ein Auto, das in Schlangenlinien die Straße entlang fährt, wird von einem Streifenwagen gestoppt.
„Sie sollten Ihre Frau fahren lassen“, meint der Polizist.
„N-n-nein“, lallt der Fahrer, „ich bin vielleicht besoffen, aber nicht verrückt!“

„Herr Doktor, können sie mir helfen? Meine Hände zittern ständig!“
„Trinken sie viel?“
„Nein, das meiste verschütte ich!“

Ein Mann steht an der Litfasssäule und murmelt vor sich hin: „Kinder vertragt euch ... hick ... Kinder, nun vertragt euch doch, hick ...“
Kommt ein Polizist und sagt streng: „Sie, man, politische Reden dürfen Sie hier aber nicht führen, das ist verboten.“
„Kinder vertragt euch ... hick“, murmelt der Mann und sagt dann unter heftigem Schluckauf: „Ich führe ja keine politischen Reden, Herr Wachtmeister, ich habe bloß eine Pulle roten und eine Pulle weißen Wein getrunken, und nun streiten sich die beiden in meinem Innern. Die eine will immer oben und die andere unten raus.“

Welcher Wein wächst am Fuße eines Vulkans?

„Sie haben Ihren Thekenbruder in der rohesten Weise mit dem Bierkrug bearbeitet. Wissen Sie denn auch, was darauf steht?“ fragt der Kommissar.
„Natürlich: Bürgerbräu!“

Schon seit einer Viertelstunde bemüht sich der beschwipste Partygast, die Olive in seinem Cocktailglas aufzuspießen. Es will nicht gelingen. Da ergreift sein Nachbar die Initiative. Er schafft es sofort. „Kunststück“, kommentiert der Angetrunkene, „nachdem ich das Ding müde gemacht habe.“

Ein Betrunkener steht an der Laterne und wippt hin und her. Da kommt ein Polizist: „Was machen Sie denn da?“
„Ach, entschuldigen Sie, Herr Wachtmeister, ich habe nicht gemerkt, dass meine Freundin schon weg ist!“

„Na gut“, sagt Petersen zum Richter. „Ich habe auf der Autobahn gekniet. Aber das beweist nicht, dass ich betrunken war!“
Darauf der Richter: „Wie erklären Sie sich dann, dass Sie versucht haben, den Mittelstreifen aufzurollen?“

Welcher Wein wächst am Fuße eines Vulkans?
Glühwein

Kommt ein Skelett in eine Kneipe: „Ein Bier und 'nen Aufwischlappen...“

„Was würdest du zu einem Schnaps sagen?“
„Nichts - ich würde ihn trinken!“

Das kommt vom vielen Saufen

Zwei Saufbrüder machen einen Sonntagsspaziergang vor der Stadt. Natürlich sind sie mit Korn, ihrem Leibgetränk, reichlich versehen. Als sie an einem Kornfeld vorbeikommen, meint der eine pathetisch: „Guck, das sind die Reben des Proletariats.“

Der Betrunkene tritt an die Rezeption des Hotels.
„Führen Sie mich - hicks - bitte auf mein - hupps - Zimmer. Nummer dreiundvierzig, vierte Etage.“
„Aber“, staunt der Portier, „ich habe Sie doch vor einer Viertelstunde erst hinaufgebracht.“
„Stimmt - hicks - aber ich bin schon wieder aus dem Fenster gefallen.“

Der Polizist stoppt einen Autofahrer: „Sie sind zu schnell gefahren!“
Der Fahrer grinst etwas dümmlich und sagt: „Ach, deshalb sauste alles an mir vorbei!“
„Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?“ brummt der Polizist ärgerlich.
„Keineswegs, aber ich dachte schon, das kommt vom vielen Saufen!“

„Aber Ulli, der Arzt hat dir doch verboten, beim Essen Alkohol zu trinken!”
„Du hast recht. Räum das Essen weg.”

Nach einer wilden Zechparty torkelt ein Mann auf sein Auto zu- und wird dabei von einem Polizisten beobachtet. Dieser stellt den Mann zur Rede: „ Wollen Sie so betrunken noch Auto fahren?“
Sagt der Mann lallend: „ Wollen...? Ich muss...!“

„Paul arbeitet seit drei Tagen in einer Brauerei“, erzählt Frau Remmler ihrer Freundin.
„Und wie gefällt es ihm da?“
„Keine Ahnung, er war noch nicht wieder zu Hause.“

Schluss mit der Sauferei

Der Arzt mit Sorgenfalten auf der Stirn: „Schluss mit der Sauferei, Herr Jansen! Wenn Sie Lust auf einen Schnaps haben, essen Sie einfach einen Apfel.“
„Großer Gott“, sagt Geiger, „fünfundvierzig Äpfel am Tag, das ist zu viel verlangt.“

Ein Betrunkener, der in Schlangenlinien geht, fragt einen anderen Passanten nach einer bestimmten Straße. Der Passant antwortet: „Ich glaube nicht, dass sie die Straße finden werden, denn da müssen Sie strikt geradeaus gehen.“

Frau Rahn ist sehr zornig. So schön hat sie sich die Party vorgestellt, und jetzt ist ihr Mann total hinüber.
„Dass du dich nicht genierst. Vollkommen betrunken bist du!” zischt sie ihn wütend an.
„Ach, sei doch ruhig!” motzt Rahn. „Ich bin schon gestraft genug, dass ich dich doppelt sehe!”

Was ist ein Besoffener auf der Parkbank?
Ein Betriebsausflug einer Ich-AG.

Schimpft der Richter bei der Verhandlung: „Herr Strehl! Hier steht im Protokoll, dass es zwei Polizeibeamte brauchte, Sie auf die Wache zu tragen! Waren Sie betrunken?“
„Ja, Herr Richter. Alle beide!“

Donnerstag, 1. Januar 2009

Du, die einen Trinker liebt...

wirst von ihm nicht mehr für voll genommen –
er hört Dir nicht mehr wirklich zu.
Irgendwann wird er Dich für verrückt erklären, Dich,
die ihn dauernd zur Rede stellt, ihm immer wieder sagt:
„Du trinkst zuviel!“

"Was redet sie denn nur? Die spinnt doch!",
wirst Du zu hören kriegen und irgendwann
wirst Du glauben, was er über Dich sagt.

Du, die einen Trinker liebt...
spielst in Gesellschaft gern die Kontrolleurin
über seinen Alkoholkonsum, nimmst sie in Schutz,
diese Witzfigur, über die inzwischen jeder lacht,
was Dich jedoch zutiefst trifft, als gälte es Dir persönlich.
Denn er ist Dein Schützling, der Dich dringend braucht,
denn ohne Dich wäre er verloren!

Du, die einen Trinker liebt...
ganz gleich ob er betrunken oder nüchtern ist,
erkennst nicht mehr,
wie sehr er sich inzwischen verändert hat,
und obwohl Du im Grunde nicht mehr weißt,
wen Du da liebst, hörst Du nicht auf, zu lieben.
Und wenn sein Gang schwankt,
er nicht mehr ordentlich sprechen,
nicht richtig essen kann,
dann wirkt er so unwiderstehlich süß und hilflos auf Dich,
ja, fast wie ein Kind...
und tief in dir erwacht wieder das alte, brennende Gefühl
von Mitleid und Hilfsbereitschaft -
schäbiger Ersatz für ein Gefühl,
das Du für Liebe hieltest...

Du, die einen Trinker liebt...
verstehst nicht, dass er zuviel trinkt,
nur weil er nicht „Nein“ sagen kann,
weil er beliebt sein möchte um jeden Preis!
Beliebt – aber nicht erkannt!

Der Mensch, der hinter allem steckt -
so wie Du ihn kennst -
die grausame Wahrheit über ihn, den Trinker!
Du kennst sie. Denn Du bist die, die sauber macht,
wenn er sich übergeben hat, die ihn zu Bett bringt,
wenn er die Füße nicht mehr heben kann,
die ihm irgendwann einmal die Windeln anlegt,
weil er es aus eigener Kraft nicht mehr zur Toilette schafft...

Du nimmst es hin, wie ein fatales Gesetz, das es einzuhalten gilt.
Du denkst: Nein! So schlimm ist es mit ihm noch nicht! -
Er ist da ganz anders! -
Bei ihm geht es ja noch! -
So hörst du dich in Deinem Innern zu Dir selbst sagen,
immer wieder, als Entschuldigung für deine Selbstlosigkeit,
für Deinen Hang, nichts verändern zu wollen.
Lieber nimmst Du ihn wieder in Schutz, weil Du es so gewöhnt bist.
Fühlst dich weiterhin verantwortlich für ihn und sein Leben.

Doch für Dich, die Du einen Trinker liebst...
ist vielleicht einmal keiner da, hört keiner mehr zu,
wenn du Hilfe brauchst...
Zu lange schauen sie allesamt schon zu,
Deine Familie, Freunde, Bekannte, Nachbarn...
Zu oft hast Du sie in ihre Schranken verwiesen.

Doch irgendwann kommt der Tag der Abrechnung -
dann wird er allein Dich
für all die schlimmen Dinge verantwortlich machen,
die in seinem Leben schlecht gelaufen sind
doch für die Du im Grunde nichts kannst.

Sein heulendes Elend am Morgen -
sein Selbsthass -
die dumpfe Leere in seinem Innern,
die ohne Gefühl längst ausgedörrt ist wie eine Wüste!
Und dann noch diese verhaßte Abstinenz!
Die auch Du immer wieder von ihm forderst,
nur, um ihn endlos damit zu quälen -
doch auch nur aus Angst um ihn und dem,
was aus ihm noch werden soll.

Er empfindet nicht mehr wirklich was für Dich,
die du ihn liebst und auch nichts mehr für die Kinder,
die ihn nur noch nerven.
Denn er hat seine Gefühle von damals,
die Liebe von früher, eingekerkert, tief in seinem Innern.
Er fühlt nur noch Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit
bis zum nächsten Rausch, der unweigerlich kommt,
ja, kommen muss,
wie nach der Ebbe die Flut...

Komme Du, die ihn liebt,
ihm besser nicht zu nahe, wenn er so fühlt...
Denn er weiß noch genau:
Du hast dereinst die Verantwortung für ihn
und sein Leben übernommen!

Erinnere Dich statt dessen jetzt daran, wer DU wirklich bist
und welche Aufgaben und Freuden das Leben für DICH bereithält!

Denn der Mensch, den du noch immer liebst,
ist womöglich längst ertrunken – in der Flut...

Coabhängiges Verhalten - woran erkennt man es?

Bildquellenangabe:   Uta Herbert - pixelio.de Der Mann Deiner Schwester, Deiner Freundin...