Sonntag, 25. Januar 2009

KREUZBUND Helfergemeinschaft e.V.


LEITBILD
(entnommen aus der Broschüre "Leitbild" des Kreuzbund)

Der Kreuzbund hat seinen Ursprung in der katholischen Kirche.
Er ist ein katholischer Verband. Die Gründung durch den Pfarrer Joseph Neumann im Jahre 1896 und der Schutzpatron St. Johannes der Täufer begründen diese Tradition.

Die Sorge um Alkoholkranke und ihre Angehörigen hat im Kreubund Tradition und ist bis heute (neben der Medikamentenabhängigkeit) Schwerpunkt und Inhalt der Kreuzbundarbeit.

Im Gegensatz zur ursprünglichen Trinkerfürsorge, verbunden mit Opfergedanken und Opfergesinnung, steht heute die Selbsthife im Vordergrund.

Heute treffen sich bundesweit in 1.450 Kreuzbundgruppen wöchentlich mehr als 15.000 Mitglieder.


Grundwerte

Orientiert am Handeln und Leben Jesu heißt der Kreuzbund jeden willkommen.
Er macht keine Unterschiede in Religion, Hautfarbe, Stand etc.

Der Kreuzbund als Verbandund insbesondere seine Mitglieder sind tolerant;
Gegensätze werden nicht verschwiegen, sondern deutlich gemacht und können nebeneinander bestehen.

Suchtkranke und Angehörige sind Mitglied im Kreuzbund, um sich mit ihrer Betroffenheit auseinander zu setzen. Sie stehen zu ihrer Betroffenheit auch nach außen hin.

Die Gruppe ist der Kern des Kreuzbundes und arbeitet im Rahmen der Gemeinschaft eigenverantwortlich. Im Dialog mit der Gruppe entdeckt das Kreuzbundmitglied seine Fähigkeiten zur Selbsthilfe.

Auf der Grundlage des Gedankens, ein Stück des Lebensweges gemeinsam zu gehen, versteht sich der Kreuzbund auch als Helfergemeinschaft.

Das Kreuzbundmitglied kann nach eigenem Ermessen bestimmen, wann, wo und wie lange es die Gruppe besuchen und dem Kreuzbund angehören will.

Alle Bemühungen der Gemeinschaft verfolgen das Ziel von "Abstinenz und Zufriedenheit" sowie "Entfaltung der Persönlichkeit" für alle Mitglieder.

Das Angebot des Kreuzbund

Der Kreuzbund ist offen für alle Menschen; spezialisiert ist er auf Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit.

Die Mitglieder unterstützen einander als "Weggefährten" durch aktive Lebenshilfe auf dem Weg zu Abstinenz und Zufriedenheit.



Was ich über den KREUZBUND weiß:

Die Kreuzbund-Gruppen sind "gemischte" Gruppen, d.h. sie werden von Betroffenen sowie auch von Angehörigen besucht, wobei diese nicht unbedingt aus einer Familie kommen (müssen).

Angehörige können natürlich auch in die Gruppe kommen, wenn "ihr" Betroffener nicht mitkommen möchte, weil er auf seinem Weg in die Trockenheit noch nicht so weit ist. Umgekehrt kann ein Betroffener auch ohne "seine" Angehörigen die Gruppe besuchen.

Die Struktur der Gruppen ist sehr verschieden. Es sind alle Altersklassen vertreten. Mancherorts gibt es auch Kinder-, und Jugendgruppen und Mutter & Kind-Gruppen.

Am besten ist es, man erkundigt sich vorab einfach telefonisch bei einer der Kreuzbund-Kontakttelefonnummern oder besucht direkt eine der Infogruppen, in denen man in den Kreuzbund "hineinschnuppern" und sich ein Bild von der Gruppenarbeit machen kann.

Wir treffen uns 14 -tägig. Es gibt jedoch auch wöchentliche Gruppen.
In unseren Gruppen wird nicht ununterbrochen nur vom Trinken, Trockenbleiben oder Rückfällen gesprochen. Wir sprechen aber ausführlich über diese Themen, wenn ein Anlaß dafür gegeben ist, d.h., wenn ein oder auch mehrere Gruppenmitglied darüber sprechen möchten. Ansonsten berichtet jeder über die Themen, die ihn bewegten in der Zeit zwischen den Gruppentreffen.


Grundsätzliches:

Generell gilt, dass nicht jede Selbsthilfeorganisation für jeden geeignet ist.
Jeder Hilfesuchende stellt in seiner individuellen Situtation andere Ansprüche an die Selbsthilfe.
Andererseits bietet nicht jede Selbsthilfeorganisation die gleichen Voraussetzungen und Leitbilder.

Erkundigen Sie sich, welche Selbsthilfe für Sie örtlich gut erreichbar ist. Es würde eine regelmäßigen Teilnahme nur unnötig erschweren, wenn Sie erst lange Wege in Kauf nehmen müßten, um zu Ihrer Gruppe zu gelangen. Anschließend machen Sie einen Probebesuch. Besuchen Sie ruhig verschiedene Selbsthilfegruppen und stellen so fest, wo Sie sich am wohlsten fühlen.

Kontaktadressen von einigen Selbsthilfegruppen finden Sie unter dem Punkt "Selbsthilfegruppen"

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