Donnerstag, 19. November 2009

Wenn die Liebe geht...

...dann kannst du es zunächst selbst nicht fassen.

Dort, wo einst ein starkes Gefühl saß,
an einer ganz bestimmten Stelle,
die sich warmglühend anfühlte,
bei einigen ist es der Bauch,
bei anderen das Herz,
da herrscht nur noch eine Resonanzlosigkeit...

Es kommt nichts zurück.
So oft wir auch hineinhören in uns,
es kommt nichts zurück.

Die inneren Bilder tauchen nicht mehr auf
wenn wir an ihn/sie denken,
Bilder von glücklichen, intimen Stunden,
von denen wir geglaubt haben,
dass sie uns keiner je nehmen könnte.

Sie haben sich verflüchtigt,
die Herzenshüpfer, die Glückshormone.
In einem langen, unmerklichen Prozess,
sind unsere Gefühle ergraut,
haben ihre Lebendigkeit und ihre Farbe verloren,
als Fragmente einstiger Empfindungen,
schwimmen sie tot an der Oberfläche,
und trüben den Blick auf die Wahrheit,
die Klarheit.

Klarheit darüber, dass da nichts mehr ist.
Die Liebe ist gegangen.

Wir bringen wir uns das selbst bei?
Und... wie bringst du das deinem Partner bei?
Ihm, der von alledem nichts zu merken scheint.
Der sich kein bisschen verändert hat,
der stets bei der "Tagesordnung" geblieben ist,
und der aus allen Wolken fallen wird,
wenn du es ihm sagst.
Wenn... ja, wenn...

Wie lange willst du es noch bei dir behalten,
die Sache mit den fehlenden Gefühlen?
Willst Du weiterhin schauspielern?

Was ist im Bett?

Auch dort ein gut gespieltes "Ah" und "Oh",
wo in Wahrheit ein "Hör auf!" hingehörte?

Irgendwann wird sie Doch ankotzen,
diese Heuchelei, dieses ständige Verheimlichen,
dieses "tun als ob".

Ja, dann wirst Du Farbe bekennen,
wirst Deine sieben Sachen packen,
und frohen Herzens hinausmarschieren zur Tür
und ein halbherziges "Machs gut!" zurücklassen
genau an der Stelle, an der Du einmal gelebt hast.

Irgendwann...

Wenn du den Mut hast, zu sagen,
was du nicht mehr fühlst...


Marie-Therese

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