Freitag, 2. Juli 2010

Die Seele ist wie tiefes Wasser...


Quelle: Bernd Röttger www.sheepdog.de


Die Seele ist wie tiefes Wasser...

Oft wissen wir gar nicht, was wir uns für unser Leben wünschen und erhoffen. So vieles, was wir erträumen, kann scheinbar nicht in Erfüllung gehen, weil uns Ängste daran hindern.

Sie glauben, Sie hätten keine Ängste?
Weit gefehlt!

Hier die Pallette von Gefühlen, die aus dem Grundgefühl "Angst" resultieren:
(Einige davon werden auch Ihnen nicht unbekannt sein!)

Neid und Hass,
Minderwertigkeitsgefühle,
aufbrausendes Verhalten,
grosse Unsicherheit,
ständige Selbstzweifel,
Kontaktschwierigkeiten,
Gastunfreundlichkeit,
übertriebenes Mißtrauen,
ausgeprägte Zurückhaltung,
Sprachfehler wie Stottern,
Wasch-, und sonstige Zwänge,
 usw.

Sie alle sind "Kinder" der Angst. Viele Mitmenschen sind davon betroffen.
Meine Mutter hatte ihre letzten Lebensjahre solche Ängste gegenüber Fremden, dass sie auf jeden äusserst gastunfreundlich wird abweisend wirkte.

Sogar ich habe das nicht als "Angst" interpretiert, sondern es lediglich als einen Charakterzug meiner Mutter gesehen. Heute weiß ich, dass sie nur aufgrund von schlimmen Kindheitserlebnissen (siehe mein Buch "Barrieren") niemandem mehr vertraute und vor allem Männer ihr grosses Misstrauen erregten. Grund war ihr böser Vater, den sie als Kind als Schläger und äusserst grausamen Menschen kennen gelernt hatte.

Angst ist jedoch überlebensnotwendig für uns.
Ohne Angst würden wird nicht überlebt haben. Wilde Tiere hätte die Menschheit längst gefressen, hätten wir uns todesmutig auf sie gestürzt ohne uns vorher eine nützliche Strategie der Jagd auszudenken, deren Antriebsfeder die Angst war.

Angst lässt uns "vernünftig" bleiben, lässt uns abwägen und prüfen, bevor wir uns auf etwas einlassen. So schützt uns die Angst und sorgt dafür, dass wir uns keinen sinnlosen Risiken aussetzen.
Doch da, wo sie überhand nimmt, lähmt sie, schränkt sie uns ein, bis wir schließlich unser Leben nicht mehr leben können.

Dann kommt der Zeitpunkt, wo wir Hilfe brauchen!Anlaufstelle ist zunächst unser Hausarzt.
Er kann uns zum Psychologen überweisen,
falls es sich nicht nur um eine
vorübergehende Angststörung handelt.

Es ist sehr wichtig, übersteigerte Ängste behandeln zu lassen, damit wir unser Leben ohne Einschränkungen und ohne Zuhilfenahme von Suchtmitteln, die uns nur vorübergehend über Ängste hinweghelfen, leben können.

Denn Angstzustände sind lähmend. Sogar ein schlichtes Telefonbuch kann Auslöser für eine Angstattacke sein. Deshalb: Sollten Sie jemanden in Ihrer Familie oder in Ihrem Bekanntenkreis haben, der diesbezüglich Hilfe braucht, unterstützen Sie ihn und helfen Sie ihm, erste Anlaufstellen zu finden und aufzusuchen.


 
Herzlichst
Marie-Therese

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