Freitag, 6. Januar 2012

Die Säuferkarriere

Quelle: Pixelio - Fotograf: Gerd Altmann


Die Säuferkarriere – woran du erkennst, dass dein Partner alkoholkrank ist:

Erste Alarmzeichen:

  • Du merkst, dass dein Partner sein einiger Zeit immer mehr trinkt.
  • Du stellst fest, dass er immer öfter betrunken ist.
  • Du erkennst, dass er immer früher am Tag anfängt zu trinken,
    und wenn er keine Gelegenheit dazu hat, seine Hände auffallend zittern.
  • Du ertappst ihn dabei, wie er heimlich trinkt.
  • Du findest heimlichen Alkoholvorrat an den unmöglichsten Stellen.
  • Du erlebst, wie sein Verhalten sich sehr verändert und...
  • du und die Familie leiden darunter, dass er sehr launisch und inzwischen sehr oft unberechenbar geworden ist.
  • Dir wird klar, dass er oft absichtlich einen Streit vom Zaun bricht, nur um einen Grund zu haben, weggehen zu können.
  • Du kannst es kaum noch glauben, wenn er zum unzähligsten Mal verspricht, nichts mehr zu trinken.
  • Du spürst schon lange, dass er keine Gefühle mehr für dich hat.
  • Du selbst empfindest nur noch eine Mischung aus Verachtung und/oder Mitleid für ihn.

Körperliche Veränderungen:

  • Du siehst, wie er gesundheitlich immer mehr abbaut:
  • Er ist immer öfter krank.
  • Er leidet unter wiederkehrenden Erkältungen,
    hat hartnäckigen Husten, der nicht abklingen will,
    (ist noch stärker ausgeprägt, wenn er außerdem noch raucht!)
  • Nächtliche Unruhe, Schweißausbrüche, sprechen im Schlaf.
  • Durchfälle, fahle Haut, Haarausfall, schlechte(re) Zähne.
  • Schnelles Schlappmachen = verminderte Leistungsfähigkeit,
  • Immer häufig nicht fähig, zur Arbeit zu gehen, macht oft krank.
  • Jammert viel herum, beschwert sich über alles und jeden.
  • Sexuelles Versagen = keine dauerhafte oder gar keine Erektion mehr,
  • Sexualität, die nur noch auf den Akt beschränkt ist: (Vorspiel, Zärtlichkeiten usw. unterbleiben gänzlich), Sexualität wird mehr und mehr „tierisch“.
  • Dabei besteht auch ein Hang zur Perversionen, je nach Veranlagung.
  • Unflätige, unmoralische Redensarten, ordinäres Verhalten im täglichen Sprachgebrauch.
  • Verstärkte Neigung, sich vorzugsweise mit anderen Trinkern zusammen zu tun.
  • Leute, die nicht trinken, werden immer mehr uninteressant innerhalb des Freundeskreises.
  • Insgesamt großspuriges, lautes Benehmen, Angeberei und Wichtigtuerei.
  • Mischt sich in fremde Unterhaltungen ein, wird völlig Fremden gegenüber aufdringlich.

Schwere Anzeichen:

  • Blackouts nach nächtlichen Sauftouren.
  • Stark beeinträchtigtes Merkvermögen, verstärkte Vergesslichkeit,
    die sehr oft mit Fantasieschilderungen „aufgefüllt“ wird, damit die Umgebung nichts merken soll.
  • Unkontrolliertes, stark schleppendes, „verwischtes“ Sprechen im Rauschzustand (man versteht überhaupt nichts mehr!)
  • Plötzliche Zuckungen überall am Körper, groteskes Grimassenschneiden ist feststellbar.
  • Klagen über Bauchschmerzen (geschwollene Leber!).
  • Angstzustände und beginnender Verfolgungswahn.
    (Bildet sich ein, dass er von allen betrogen und belogen wird - richtet sich vor allem gegen die Partnerin, auch im Arbeitsleben gegen Kollegen usw.) 

Extremer Alkoholismus:(Je nach Charakter mehr oder weniger stark vorhandenes Verhalten)
  • Hang, regelmäßig und gezielt seine Familie zu ängstigen, (das stärkt sein inzwischen schwer angeschlagenes Selbstbewußtsein),
  • körperliche Übergriffe auf die Schwächsten (Frau, Kinder, traktiert die Haustiere usw.)
  • Völliges „Austicken“ im Rauschzustand, Herumschreien, Randalieren, mit Gegenständen herumwerfen.
  • Unausgesetztes Vorsichhinreden, ähnlich einem Vortrag, ohne dass überhaupt jemand zuhört.
  • Schließlich das "Delirium tremens", Wahnvorstellungen, ...Bewußtlosigkeit.

All das kann dir bevorstehen, lieber Angehöriger!

Jetzt liegt es an dir, wie lange du diese „Säuferkarriere“ begleiten willst.
Deine Geduld und deine Partnerschaft wird auf eine harte Probe gestellt!
Sie wird allein nur „genährt“ von deinen Gefühlen, die da sind:

  • Liebe
  • Übertriebenes Verantwortungsgefühl
  • Falsche Loyalität
  • Mitleid
  • Angst vor dem Alleinesein
  • Existenzangst
  • Angst vor der Reaktion des Umfeldes
  • Weigerung, sich den Tatsachen zu stellen.

  • Mein Rat: Hole Dir Rat und Hilfe von Fachleuten!

    Ansprechpartner sind Hausarzt, Pfarrer, Caritas, Selbsthilfegruppen
    z.B. Alanon, Kreuzbund, Guttempler usw.
Viel Kraft und Glück wünscht dir

Marie Therese

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