Freitag, 6. Dezember 2013

Wir warten auf das Christkind...

Quelle: Pixelio - Fotograf: A. Hermsdorf

Gerade jetzt, zur Vorweihnachtszeit,
spitzt sich vieles zu.

Du erwartest vielleicht zu viel?
Mehr, als du oft selbst geben kannst?

Aus dieser übersteigerten Erwartungshaltung heraus,
reagierst du möglicherweise schnell enttäuscht,
fühlst dich zurückgewiesen,
und unverstanden und daraus resultiert
das bittere Gefühl des Alleinseins.

Dabei kann es gar nicht funktionieren,
dass ständige Harmonie in der Familie - 
in einer Beziehung herrscht.

Aber gerade jetzt,
zur Vorweihnachtszeit,
sind wir süchtig
nach Harmonie und Geborgenheit.

Die kalte Jahreszeit, die trüben Tage,
die langen, dunklen Abende und Nächte,
lassen Sehnsüchte nach Liebe und Akzeptanz
in uns wachsen, mehr denn je!

Aber nicht jeder kann Liebe überhaupt zeigen,
kann Gefühle "herüberbringen".
Viele unserer Mitmenschen haben es nie gelernt,
über das zu sprechen, 
was sie bewegt.

Auch und vielleicht gerade erst recht nicht
zu Weihnachten,
wenn alle so lästig "gefühlsduselig" werden
und jeder einen auf "heile Welt" macht.

Aber haben wir nicht allesamt
ein bisschen was von dieser "Heilen Welt" in uns,
das nur darauf wartet, ausgelebt zu werden?

Doch vielleicht stehst auch du nicht dazu?
Machst lieber einen auf hart oder neudeutsch "cool".

Wenn wir aber neu lernen könnten,
ein wenig mehr dazu zu stehen,
was wir da tief drinnen so überraschend fühlen,
und uns hin und wieder sogar
dazu hinreißen lassen könnten,
in ruhigen Momenten
das auszusprechen, was uns bewegt,
dann kann unsere Familie - unser Partner
auch wieder ein Stück auf uns zugehen,
und bekommt die Chance,
uns wieder ein kleines Stück besser kennen zu lernen
und uns ganz neu zu "entdecken",
wie wir sind, und was wir fühlen
und neu verstehen, was wir erwarten.

Es sind nicht immer
die großen Geschenkerwartungen,
sondern vielleicht auch nur
ein wenig mehr Zeit füreinander,
und öfter mal ein offenes Ohr?

Vielleicht hat unsere Familie - unser Partner
gar nicht ahnen können,
wie sehr harmoniebedürftig wir gerade sind,
und freut sich sogar darüber,
nun, bei dieser Gelegenheit,
etwas von der eigenen Harmoniebedürftigkeit
befriedigen zu können,
indem man sich einfach so  mal umarmt,
sich ausheulen darf,
sich ausspricht über Dinge,
die einen irgendwann verletzt oder bewegt haben,
und die wir seither mit uns herumschleppen,
ungelöst, belastend und unverstanden.

Es ist doch auch bestimmt keine Schande,
sein Herz offen auf den Tisch zu legen?

Das Weihnachtsfest gibt uns die wunderbare Möglichkeit,
all das zu "er-lösen", was uns belastet hat,
uns wieder der Liebe und Zuwendung 
aufs Neue zu öffnen und einander zu versichern,
um strahlend und voller Harmonie
den Festtagen entgegen zu gehen,
in der Erwartung und Bereitschaft

Liebe zu geben.

Dass uns das gelingen mag, das wünsche ich uns!


Ein Frohes, und besinnliches Fest
voller Liebe und Harmonie wünscht Euch



Eure
Marie-Therese





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