Samstag, 9. Oktober 2010

Die da draußen glauben mir nicht!

Weit weg vom sicheren Ufer


Eine Tatsache, unter der Partner von Trinkern
sehr oft zu leiden haben.
Das liegt daran, dass Alkoholkranke meist "zwei Gesichter" haben.

Das eine, das nette Gesicht zeigen sie denen, auf die sie einen guten Eindruck machen wollen oder müssen, also in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz, im Verein, beim Nachbarn, im Freundeskreis, am Stammtisch usw.

Doch dann gibt es da noch das böse, das "zweite Gesicht", das kommt dann zu Tage, wenn man irgendwann unter sich ist, niemand zusieht, keiner zuhört. Dann kann man die "Sau" rauslassen, das eigentliche, versoffene Ich ungeniert präsentieren!

Ist das richtige Quantum an Alkohol erst mal erreicht und kommt dann der Punkt, an dem unser Trinker "zuviel" hat, kommen plötzlich all die verletzenden Verhaltensweisen wie Kaltschnäuzigkeit, Ignoranz, Sarkasmus, Zynismus und schneidender Hohn bis zur Schmerzgrenze zu Tage.
Oft kann er bei in der Erniedrigung seiner Angehörigen gar kein Ende mehr finden! Es tut ihm scheinbar gut, seine Lieben zu tyrranisieren und zu erniedrigen. Er peinigt aber die, die eigentlich tapfer zu ihm stehen, die ihm ständig helfen und ihn schützen - die, die mit ihm zusammenleben -
seine Familie!


Niemand ahnt, dass nach öffentlichen Veranstaltungen erst zuhause der "Tanz" so richtig losgeht, dass er streitsüchtig ist wie ein Kampfhund und nicht lockerläßt, bis wir uns einlassen auf den Streit, uns herausgefordert fühlen, uns hilflos versuchen zu verteidigen, unsere Verletzungen aufbrechen sehen und verzweifelt die Liebe suchen, die uns in solchen Momenten so weit weg uns absurd erscheint, so, als hätten wir uns das alles nur eingebildet!

Es passiert nun das, was uns Partner so mürbe macht, uns auf Jahre hin seelisch zerstört, uns willenlos und resigniert werden läßt, bis wir irgendwann aufgegeben haben und gar nichts mehr an unserer Situation ändern wollen.
Denn wir GLAUBEN schließlich das, was uns da ständig an den Kopf geworfen wird! Wir ziehen uns den häßlichen Schuh an und unterwerfen uns, nur um des lieben Friedens willen.

Dann hat unser Trinker das erreicht, was er eigentlich wollte:
Er hat dafür gesorgt, dass für ihn auch weiterhin gesorgt wird!

Denn irgendwann glauben gerade wir Trinkerfrauen, dass wir
häßlich, fett, alt, dumm, aus schlechter Familie sind, eine schlechte Schulbildung haben, froh sein müssen, dass wir überhaupt einen abgekriegt haben, zu nichts taugen, an unsere Arbeit gehen sollen usw.
Die Gemeinheiten eines Trinkers, die er uns im Rausch antut, sind mannigfach und schädigen jeden, der auch nur lange genug an seiner Seite bleibt.

Die da draußen aber, die kennen diesen miesen Kerl nicht!
Sie kennen nämlich einen ganz anderen!
Die kennen den Netten, immer Hilfsbereiten, stets Lustigen, Dienstbeflissenen, den Alleswisser bei Problemen,
den tollen Ratgeber!

Ist das dieselbe Person?? fragen wir uns?
Ja.
Es sind die Eigenschaften, auf die auch wir einmal hereingefallen sind
und die wir an unserem Trinker so geliebt haben, bis...

ja, bis wir endlich das präsentiert bekommen haben,
was hinter der Mogelpackung steckte:
Einen egoistischen, kranken Säufer!

Müssen wir uns das noch länger bieten lassen?
Sind wir dazu geboren worden?

Nein!

Es stimmt nämlich nicht, was uns da täglich an den Kopf geworfen wird!
Das tut er nur, um sich selbst gut zu fühlen, in seiner Sucht, die ihn nicht mehr losläßt wie ein böser Teufel!

Überlegt mal:
Wir haben das doch gar nicht nötig,
denn wir können allein auf uns gestellt leben, selbstbestimmt und eigenverantwortlich!

Wir müssen es uns nur selbst beweisen!


Eure

Marie-Therese


1 Kommentar:

  1. ............................Sehnsucht und Träume

    Wunderbare Liebe

    Zwei Träume fliehen
    dem Dunkel der Nacht
    blinzeln in die
    Verschlafenheit des Morgens

    Augen suchen einander
    finden sich
    finden Ihren Traum
    und träumen ihn das zweite mal

    Erwacht
    ist ein wunderschöner Tag
    Sonnenstrahlen streicheln Tautropfen
    Hände berühren Haut
    Wärme
    um uns ............Geborgenheit
    in uns

    H.N.

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Coabhängiges Verhalten - woran erkennt man es?

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