Freitag, 18. April 2014

Hilfe zur Selbsthilfe!

"Vor verschlossenen Toren" 
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Fotograf Bernd Röttger

Das Leben stellt mir, dir, uns allen, viele Aufgaben…
In vielen Fällen weißt du, was zu tun ist.

Doch manchmal sind es Aufgaben,
die dir völlig unbekannt sind,
und von denen du nicht mal weißt,
ob und wie du sie bewältigen sollst.

Du fragst dich, warum ausgerechnet du
diese Aufgabe zugeteilt bekommen hast,
und warum ausgerechnet JETZT?
Und du stellst gleichzeitig fest,
dass du sie eigentlich nicht erledigen willst.

Schon überlegst du, ob du vielleicht
um die Aufgabe herum kommen könntest,
ohne sie zu erledigen,
indem du sie einfach ignorierst,
und abwartest, was dann kommt.
Manchmal lösen sich Aufgaben
wie durch ein Wunder tatsächlich von selbst...

Es kann aber auch passieren,
dass aus der zunächst einfachen, unerledigten Aufgabe
ein weiteres, größeres Problem erwächst,
das du nicht (mehr) so einfach lösen kannst.

Plötzlich ist es nun nicht mehr nur die ursprüngliche Aufgabe,
die anfangs vielleicht gut zu bewältigen gewesen wäre,
hättest du sie nur bald in Angriff genommen,
und dich nicht davor gescheut, aus Gründen,
die dir heute fadenscheinig vorkommen.

Weil du dich aber noch immer nicht
mit dem Problem befassen willst,
schiebst du die Lösung erst mal einige Zeit vor dir her.

Doch das Leben will,
dass wir die uns gestellten Aufgaben
bald in Angriff nehmen
und wir kommen nicht so einfach drum herum.
Nun, da du aber so lange zugewartet hast,
sind vielleicht noch weitere Schwierigkeiten hinzugekommen.
Nun hat es dich eingeholt!

Fast wie bei dem bekannten Spiel „Tetris“,
wenn immer mehr „unpassende“ Steine auftauchen,
sich schneller und schneller auftürmen
und alle eingebaut werden wollen,
und man immer noch glaubt,
es doch noch irgendwie in den Griff zu kriegen...

Und irgendwann kommt unweigerlich der Tag,
an dem du diesen Berg an Problemen,
den du vor dir her geschoben hast,
aus Angst, es nicht mehr bewältigen zu können,
schon nicht mehr überblicken kannst,
so hoch ist er inzwischen geworden!

Du steckst fest!
Plötzlich scheint es dir, als wärst du ganz alleine
mit deinem „Problem-Berg“,
den du doch in dieser Form nie gewollt hast,
und der aber trotzdem existiert
und der jeden Tag dafür sorgt,
dass du immer mehr verzweifelst!

Nun, mein Freund, ist es an der Zeit,
dir helfen zu lassen!

Lass ab vom „Berg deiner Mühsal“
und komm endlich dahinter hervor,
damit die anderen dich wieder wahrnehmen,
und dir helfen können,
jetzt, da du dich nicht mehr versteckst,
hinter deinen Problemen,
deinen Verletzungen,
deiner Scham,
deinen Versagensängsten...

Und siehe da!
Der Berg schrumpft!

Und plötzlich ist alles so leicht und einfach,
der Weg zur Lösung des Problems gut begehbar,
und das Ziel, alles zu bewältigen, so nah!
Nun, da Du um Hilfe gebeten hast,
hast du Hilfe erhalten.

Vertraue auf Gott und
die (nicht selten fremden) Menschen,
die dir in seinem Auftrag helfen wollen.
Lass die Hilfe einfach zu
und zeige sie her, deine „heimliche“ Not,
damit sie ans Tageslicht kommt und sich
- bei Lichte besehen – einfach auflösen kann,
wie ein flüchtiger Schatten!

Und jetzt kannst du auch wieder lachen!

Eure

Marie-Therese

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